Regierung

Hitze-Krise: Klima-Minister traut sich nicht in die ZiB 2

Totschnig weicht Armin Wolf aus ++ Landwirtschaftskammer-Vize will mehr Geld für die Bauern.
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Die Hitzewellen des diesjährigen Sommers und die damit verbundene Trockenheit bringt auch die heimische Landwirtschaft in gröbere Probleme. Die Landwirte müssen sich auf Einbußen bei der Ernte gefasst machen. Dazu hätte ZiB-2-Moderator Armin Wolf auch gerne Landwirtschafts- und Klimaminister Norbert Totschnig (ÖVP) befragt.

Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig (ÖVP) wollte nicht in die ZiB2 kommen. © ORF/ZiB2

Nur: Jener Minister, der seit nunmehr über einem Jahr kein mehrheitsfähiges Klimagesetz vorlegen kann, traute sich nicht in die ZiB 2, wie Wolf verkündete. Totschnig sei nicht zu einem Interview bereit gewesen. Dafür stellte sich der stellvertretende Präsident der nö Landwirtschaftskammer, Lorenz Mayr, den Fragen des ZiB-2-Anchors.

Mayr beklagte bis zu 70 Prozent weniger Ertrag, beispielsweise bei Soja und Mais. Trotzdem sei die Lebensmittelversorgung gesichert.

Lorenz Mayr.

Mayr rechnet damit, dass die Lebensmittelpreise im Herbst steigen werden - so werde die Ernte bei Erdäpfel um ca. ein Drittel ausfallen, die Bauern bräuchten deshalb die höheren Preise.

Große Probleme hätten auch Viehbauern, schon jetzt werden Tiere von den Almen abgetrieben, weil sie nicht mehr ernährt werden können.

Bis zu 33 Euro für jede Kuh

Mayr fordert Ausgleichszahlungen - so wollen die Bauern bis zu 300 Euro. Die Bauern seien die Hauptbetroffenen des Klimawandels, so Mayr. Dass die ÖVP beim Klimawandel bremse, wollte Mayr so nicht stehen lassen. Man brauche jetzt Schnellmaßnahmen und Ausgleichszahlungen - aber eben auch den billigen Diesel, so Mayr. Die Bauern seien die Lösung im Kampf gegen den Klimawandel.

Die Bauern seien auch nicht gegen die Renaturierung, da müsse dann auch Geld dahinter stehen.