Früher Almabtrieb

Hitze-Notstand auf der Alm

© ORF/Birgit Brunner
Die Dürre zwingt Niederösterreichs Bauern zur Notmaßnahme: So früh wie noch nie treiben sie ihre Rinder von den Almen.
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Statt der üblichen 150 Tiere stehen auf der Kleinzeller Hinteralm nur noch 90 – das Gras verdorrt, Gewitter bleiben komplett aus. "Selbst kleine Gewitter bleiben heuer aus", warnt Josef Mayerhofer, Obmann der NÖ Alm- und Weidewirtschaft.

Alle Almen betroffen

Erstmals trifft die Trockenheit ausnahmslos jede Alm im Land. Feuerwehren rücken bereits aus, um Tiere mit Wasser zu versorgen. Von 5.000 Rindern auf 280 Almen kehren immer mehr Wochen zu früh zurück in die Ställe – dort droht nun der Wintervorrat vorzeitig aufgebraucht zu werden.

Schlachtung als letzter Ausweg

Die Lage spitzt sich dramatisch zu: Manche Bauern erwägen bereits, wertvolle Zuchtrinder zur Schlachtung zu bringen. Mayerhofer schlägt Alarm: "Diese Tiere fehlen uns dann aber wieder in den nächsten Jahren."

Fazit: Die Hitze treibt die Almwirtschaft an den Rand des Kollaps – mit Folgen für Jahre.