Bis zu 40 Grad

Hitze-Warnstufe Rot: Große Gefahr für die Gesundheit

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Österreich steht ein extrem heißes Wochenende bevor. Wegen einer massiven Hitzewelle wurde die Warnstufe Rot ausgerufen, was zudem eine große Gefahr für die Gesundheit mit sich bringt.
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Der Wetterdienst GeoSphere Austria hat für das Wochenende für weite Teile Österreichs die höchste Wetterwarnstufe verhängt. Von der extremen Hitzebelastung sind ab Samstag unter anderem Wien, das Weinviertel, Teile Niederösterreichs und das Nordburgenland stark betroffen. Im oberösterreichischen Zentralraum gilt die rote Stufe am Samstag und Sonntag.

Hitzewarnkarte Österreichs © APA
Infografik zu Warnstufen © APA

Hitze-Irrsinn: Erstmals Alarmstufe Rot in der Steiermark

In der Steiermark spricht Meteorologe Martin Kulmer gegenüber "ORF Steiermark" von einer Premiere: "Für die Steiermark kann man sagen, dass wir ab Samstag flächendeckend orange Warnstufe ausrufen, also die zweithöchste Warnstufe. Und für den Grazer Raum am Sonntag und wahrscheinlich dann auch am Montag noch die rote, also die höchste Warnstufe zum ersten Mal ausrufen müssen". Auch in der kommenden Woche bleiben die Temperaturen bei über 30 Grad.

Tropische Nächte ohne Abkühlung

Eine besondere Belastung stellt die fehlende nächtliche Erholung dar. Laut Prognose kühlt es vor allem in den Städten kaum ab, Tiefsttemperaturen von 24 bis 27 Grad werden erwartet. Tagsüber steigen die Werte in Wien auf bis zu 39 Grad, regional sind am Wochenende sogar Höchstwerte um 40 Grad möglich. Andreas Schaffhauser von der GeoSphere Austria erklärt die Situation gegenüber "ORF": "Der Ostalpenraum steht unter dem Einfluss eines mächtigen Hochdruckgebiets, und subtropische Luftmassen sind wetterbestimmend". Die Luftdruckverteilung auf den Wetterkarten ähnelt der Form des griechischen Großbuchstabens Omega und sorgt für eine sehr stabile Wetterlage, die sich frühestens Mitte nächster Woche ändert. Ein beginnendes "El Nino"-Ereignis ist laut Experten allerdings noch nicht der Grund für diese Hitzewelle.

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Massive Auswirkungen auf Großveranstaltungen

Die Rekordtemperaturen haben auch massive Auswirkungen auf Großveranstaltungen. Beim Formel 1-Wochenende in Spielberg stehen bis Montagfrüh 400 Mitarbeiter des Roten Kreuzes für die Hitzeschlacht bereit. Auch beim Landesfeuerwehrtag in St. Margarethen an der Raab mit 3.000 Gästen und der Grazer CSD-Parade warten bei brütender Hitze große Herausforderungen.

Christian Pollhammer von der steirischen Landesgesundheitsabteilung warnt zudem, dass Hitze die Wirkung von Medikamenten wie Betablockern oder Antidepressiva verändern kann. "Da gibt es einige Medikamentengruppen, die sich auswirken auf die Dehydrierung des Körpers", erklärt er gegenüber "ORF" und fügt hinzu: "Die beeinträchtigen wiederum natürlich die Aufmerksamkeit". Mögliche Auswirkungen der extremen Temperaturen sind erhöhte Körpertemperatur, Muskelkrämpfe, Schwindel, Übelkeit, trockener Mund und Erbrechen.

GeoSphere Austria veröffentlicht folgende Handlungsempfehlungen bei extremer Hitze:
Meiden Sie direktes Sonnenlicht!
Achten Sie darauf, dass Kinder vor der Sonne geschützt sind!
Meiden Sie verbaute und versiegelte Plätze wo es keinen Schatten gibt. Gehen Sie nicht in der heißesten Tageszeit nach draußen!
Ziehen Sie die Vorhänge zu bzw. schließen Sie die Jalousien. Öffnen Sie die Fenster vorwiegend in der Nacht bzw. in den kühlen Morgenstunden!
Vermeiden Sie große Anstrengungen bzw. verschieben Sie körperliche Aktivitäten im Freien auf die frühen Morgenstunden oder den Abend!
Tragen Sie luftige, helle Kleidung und eine Kopfbedeckung!
Nehmen Sie eine kühle Dusche!
Auch kalte Arm- und Fußbäder wirken entlastend. Trinken Sie ausreichend und regelmäßig (mindestens 2 - 3 Liter pro Tag)!
Optimal sind Wasser, ungesüßter Tee oder mit Wasser verdünnte Fruchtsäfte.
Denken Sie an ältere Mitmenschen und Kinder, dass auch diese regelmäßig trinken.
Bevorzugen Sie leichtes Essen!
Meiden Sie Alkohol!

Richtiges Verhalten bei extremer Hitze

Um sich zu schützen, gibt es klare Handlungsempfehlungen. Direktes Sonnenlicht sowie verbauungsreiche Plätze ohne Schatten sollten strikt gemieden werden. Körperliche Anstrengungen im Freien verlegt man am besten auf die frühen Morgenstunden oder den Abend. Experten raten dazu, luftige, helle Kleidung sowie eine Kopfbedeckung zu tragen und kühle Duschen oder Fußbäder zu nehmen. Zudem ist es extrem wichtig, regelmäßig mindestens zwei bis drei Liter Wasser oder ungesüßten Tee zu trinken und leicht zu essen. Alkohol sollte gemieden werden. Zuhause gilt es, tagsüber die Jalousien geschlossen zu halten und vorwiegend nachts oder in den kühlen Morgenstunden zu lüften.