Toni Polster

Ich spielte und stritt mit Luis de la Fuente

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Österreich Goalgetter-Legende hatte den spanischen Teamchef als Spieler und Klubkollege kennengelernt.
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Mit Spanien-Trainer Luis de la Fuente verbinden mich drei gemeinsame Jahre von 1988 bis 1991 bei Sevilla.

Ich war für Tore, für Luis musste "Null stehen" ...

Luis war Linksverteidiger bzw. spielte im linken Mittelfeld. Da er mit Manolo Jimenez einen Teamspieler vor sich hatte, war er meistens nur Ersatz. Dennoch hatte ich mit ihm regelmäßig Diskussionen über unsere Spielphilosophie. Während ich – ganz nach dem Geschmack unserer Fans – immer für Angriffsfußball und ein Torspektakel plädierte, hieß es für Luis schon damals immer: "Die Null muss stehen".

Nie hätte ich gedacht, dass Luis seinen Weg als Trainer derart erfolgreich gehen würde. Nachdem er sich mit Nachwuchs-Auswahlen einen Namen gemacht hatte, ging er seinen Weg auch mit dem Einserteam konsequent weiter. Es ist mehr als beeindruckend, wie er einige der größten Stars im Weltfußball im Griff hat und es zudem schafft, den alles überstrahlenden Lamie Yamal so zu schützen, dass der mit seinen noch immer erst 19 Jahren nicht abhebt.

Jetzt muss Luis noch die Final-Hürde Argentinien nehmen. Ich sage: Wenn die Spanier nicht einen rabenschwarzen Tag erwischen (wie Frankreich gegen Spanien im Semifinale), sind sie auch von Messi & Co. nicht zu schlagen.