Abschiedszeremonie

Iran: Trauerzug für Khamenei soll auch durch den Irak führen

© APA/AFP/AHMAD AL-RUBAYE
Teherans Bürgermeister: Abschiedszeremonien von 4. bis zum 9. Juli geplant
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Der Trauerzug für den im Februar getöteten langjährigen obersten Führer des Iran, Ayatollah Ali Khamenei, wird nach Angaben aus Teheran auch durch den Irak führen. In einem am Mittwoch von staatlichen Medien verbreiteten Video sagte der Bürgermeister der iranischen Hauptstadt, Alireza Zakani, die Abschiedszeremonien und die Beerdigung würden vom 4. bis zum 9. Juli stattfinden.

"Am 8. Juli 2026 werden sie im Irak abgehalten und, so Gott will, am 9. Juli 2026 in Mashhad", sagte Zakani weiter. Mashad ist Khameneis Heimatstadt, in der er beerdigt werden soll.

Im Irak leben wie im Iran mehrheitlich Schiiten, in dem Land finden sich einige der heiligsten Stätten des schiitischen Islams. Bagdad äußerte sich zunächst nicht zu den Angaben aus Teheran. Der Irak versucht sich seit dem Sturz von Saddam Hussein im Jahr 2003 in einem heiklen Balanceakt zwischen seinen Beziehungen zu den USA und der Nachbarschaft zum Iran.

Wo sich Chameneis Leichnam derzeit befindet, sagte Bürgermeister Zakani nicht. Vom 4. bis zum 6. Juli soll seinen Angaben zufolge ein nationales Gedenken in Teheran abgehalten werden, zu dem fast "20 Millionen Menschen" erwartet würden. Am 7. Juli soll Chamenei demnach in der heiligen Stadt Ghom gedacht werden.

Nach mehr als 36 Jahren an der Spitze der Islamischen Republik war Chamenei am 28. Februar, dem ersten Tag des Iran-Kriegs, bei den Luftangriffen der USA und Israels getötet worden. Die Führung in Teheran hatte ein sofortiges großes Staatsbegräbnis für ihn angekündigt, dieses aber wegen des Kriegs auf einen unbestimmten Zeitpunkt verschoben. Zum neuen obersten Führer des Iran wurde Mojtaba Khamenei ernannt, der Sohn des Getöteten.

Am Sonntag hatten sich der Iran und die USA auf ein Rahmenabkommen zu Beendigung des Kriegs verständigt. Unterzeichnet werden soll die Vereinbarung am Freitag in der Schweiz.