Wachmacher
Ist Kaffee auf leeren Magen ungesund?
In Österreich starten unzählige Menschen am Morgen direkt mit einer Tasse Kaffee in den Tag – noch vor dem eigentlichen Frühstück. In Maßen gilt das Heißgetränk eigentlich als gesund: Es kann den Stoffwechsel anregen und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie einige Krebsarten senken. Doch das Trinken auf nüchternen Magen ist nicht für jeden optimal.
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Die Folgen im Körper
Laut dem US-Ernährungsexperten Anthony DiMarino von der Cleveland Clinic ist unser Verdauungssystem zwar grundsätzlich darauf ausgelegt, mit Kaffee auf leeren Magen umzugehen. Dennoch kann es bei manchen Personen zu Problemen kommen. Da Koffein ohne Nahrung schneller ins Blut gelangt, sind Herzklopfen, Zittern oder Nervosität mögliche Folgen.
Zudem kann das Heißgetränk die Magensäure anregen und Sodbrennen sowie Reflux verstärken. Ein Magengeschwür wird dadurch zwar nicht verursacht, bestehende Beschwerden können sich aber verschlimmern.
Stress und Blutzucker
Eine kleine britische Studie deutet zudem darauf hin, dass der Kaffee auf nüchternen Magen die Blutzuckerreaktion auf das anschließende Frühstück um bis zu 50 Prozent verstärken kann.
Gleichzeitig steigert Koffein den morgendlichen Anstieg des Stresshormons Cortisol, wodurch der Körper empfindlicher auf Stress reagiert.
Ein bekannter Nebeneffekt ist auch die anregende Wirkung auf den Darm: Bestimmte Säuren im Kaffee aktivieren die Verdauung, weshalb das Getränk oft als natürlicher Toiletten-Booster wirkt.
Bessere Verträglichkeit am Morgen
Einen perfekten Zeitpunkt für den Kaffeekonsum gibt es laut DiMarino nicht. Wer jedoch einen empfindlichen Magen hat, sollte die Tasse am besten zusammen mit dem Frühstück genießen. Besonders ballaststoffreiche Lebensmittel wie Haferflocken und Vollkornbrot oder eiweißreiche Speisen wie Joghurt, Eier und Hüttenkäse eignen sich hierfür hervorragend. Sie sorgen dafür, dass der Magen geschont wird und der Körper das Koffein langsamer aufnimmt.