Trainer-Knall

Italien bestätigt Guardiola-Hammer

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Die Gerüchte um Pep Guardiola als neuen Teamchef der italienischen Nationalmannschaft nehmen weiter Fahrt auf.
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Erstmals hat FIGC-Präsident Giovanni Malagò öffentlich bestätigt, dass der Verband mit dem Erfolgscoach verhandelt. Um den 55-Jährigen nach Italien zu locken, sei man sogar bereit gewesen, die ursprünglich gesetzte finanzielle Obergrenze zu überschreiten.

"Bezüglich des Namens, der gerade so präsent ist, wurden Ausnahmen gemacht", erklärte Malagò mit Blick auf Guardiola. Gleichzeitig dämpfte er die Erwartungen: Noch sei unklar, ob die Gespräche tatsächlich zu einer Einigung führen werden.

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Zugeständnisse

Nach italienischen Medienberichten reisten Sportdirektor Paolo Maldini und Berater Leonardo am vergangenen Wochenende nach Barcelona, um Guardiola persönlich von dem Projekt zu überzeugen. Dabei präsentierten sie ihm nicht nur ein lukratives Angebot, sondern auch ein langfristiges Konzept für den gesamten italienischen Fußball.

Da Guardiola nach Jahren im Spitzenfußball mehr Zeit mit seiner Familie verbringen möchte, soll ihm ein großes Netzwerk aus Scouts und Mitarbeitern zugesichert worden sein. Dieses würde ihm einen Teil der Arbeit abnehmen und ihm mehr Freiraum verschaffen. Zudem könnte der Spanier die sportliche Ausrichtung aller Nationalteams mitgestalten und sogar bei der Besetzung des U21-Teamchefs mitentscheiden.

Dennoch soll Guardiola weiterhin zögern. Der Perfektionist gilt als Trainer, der möglichst viele Spiele selbst beobachtet und nur ungern Aufgaben delegiert. Nach Informationen aus Italien bat ihn das Duo Maldini und Leonardo deshalb um eine Entscheidung bis zum kommenden Wochenende.

Pirlo als Ersatz

Sollte Guardiola absagen, hat die FIGC offenbar bereits Alternativen in der Hinterhand. Malagò bestätigte, dass auch Gespräche mit anderen Kandidaten laufen. Genannt wurden unter anderem Ex-Teamchef Roberto Mancini und Weltmeister Andrea Pirlo. Der Verbandschef schloss zudem eine Überraschungslösung nicht aus und kündigte eine zeitnahe Entscheidung an.

Italien sucht einen neuen Nationaltrainer, nachdem Gennaro Gattuso seinen Posten niedergelegt hatte. Die Azzurri stehen nach der verpassten Qualifikation für die Weltmeisterschaft unter Druck und hoffen nun auf einen prominenten Neuanfang – idealerweise mit Guardiola an der Seitenlinie.