4:0 gegen Hearts
Sturm nach Kanter-Sieg auf Europacup-Kurs
Beim 4:0 gegen Heart of Midlothian reichte eine starke Viertelstunde nach der Pause für klare Verhältnisse vor dem Rückspiel in Schottland am kommenden Dienstag. "Wir müssen das Ding jetzt über die Linie bringen", forderte Trainer Fabio Ingolitsch.
Auch interessant
Mit "maximaler Seriosität" will Sturm laut Ingolitsch nach Edinburgh aufbrechen. "Wenn wir es schaffen, vier Tore zu schießen, dann sie auch", sagte er. Die Aufstiegschancen von Sturm sollten dennoch nun weitaus größer sein, als es in Graz noch zur Pause ausgesehen hatte. Neo-Kapitän Jon Gorenc Stankovic hatte Österreichs Vizemeister zwar rasch in Führung gebracht, danach waren die Schotten dem Ausgleich aber zweimal gefährlich nahe. Auch deshalb sprach Jürgen Heil nach Schlusspfiff von einer "brutal engen Partie" - in der Sturm eben "eiskalt" eine Schwächephase des Gegners nutzte.
"Verrückte und fantastische Minuten" für Sturm
Sah es nach 45 Minuten nach einem noch schweren Gang aus, verwerteten Jeyland Mitchell, Youngster Luca Weinhandl und Heil bei seinem Pflichtspieldebüt im Sturm-Trikot ab der 50. Minute binnen neun Minuten fast jede sich bietende Gelegenheit. "Wir hatten verrückte und fantastische Minuten, die das Spiel auf unsere Seite gebracht haben", sagte Ingolitsch. "Man muss die Phasen, wo es läuft, eben nutzen", meinte der 17-jährige Weinhandl.
Der Druck war vor dem Spiel groß, wie Gorenc Stankovic angab. Schafft Sturm den Aufstieg, ist als Mindesterfolg der Einzug in die Ligaphase der Europa League samt Millioneneinnahmen unter Dach und Fach. Von Perfektion war der Auftritt der Grazer trotz des klaren Resultats noch entfernt. Die vor der Pause wankende Abwehr fing sich immerhin nach Seitenwechsel und ließ keine Großchance der Gäste mehr zu. War das Mittelfeld mit Weinhandl, Gorenc Stankovic, Jacob Hödl und dem zur Pause eingewechselten Otar Kiteishvili das Prunkstück, liefen die Angreifer Seedy Jatta und Szymon Wlodarczyk vergebens einem Erfolgserlebnis hinterher. Der erst in der Vorwoche geholte deutsche U21-Teamstürmer Nelson Weiper konnte nach seinem 20-Minuten-Auftritt noch nicht richtig beurteilt werden.
Ingolitsch hofft auf Verstärkungen
Ingolitsch war sehr zufrieden, sprach von einer "Leidensfähigkeit", die seine Elf bewiesen habe. Er unterstrich auch dezidiert, dass im Sommer auf "Atmosphäre und Teamhygiene" in der Mannschaft geachtet wurde. So seien diesbezüglich in den vergangenen Wochen Spieler aussortiert worden. "Was sich abseits des Platzes bei uns abspielt, hilft uns auch am Platz", betonte Ingolitsch. Der Salzburger sah den geglückten Start in die Saison auch als gutes Omen für die anstehenden Aufgaben. "Das kann ein Multiplikator sein. Das gibt Vertrauen und ein gutes Gefühl in der Mannschaft."
Am Freitagabend geht es für Sturm in Seekirchen in der ersten Runde des ÖFB-Cups weiter, drei Tage später steigt das Spiel in Edinburgh. Auch wenn Ingolitsch warnte - ein wenig blickte er bereits in die Zukunft. Sturm sei kadertechnisch gut aufgestellt, es gebe aber immer noch Luft nach oben. "Sollten wir es schaffen, und davon gehe ich nach dem heutigen Spielergebnis aus, im Herbst international zu spielen, werden wir auch jede Position doppelt besetzen müssen", meinte Ingolitsch in Richtung von Sportchef Michael Parensen.
OE24 TV Live-Stream
OE24 TV Live-Stream
Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden