Wenige Tage vor Österreichs erster WM-Partie gegen Jordanien spitzt sich der Poker um Ralf Rangnick weiter zu. Wie berichtet, steht der österreichische Teamchef beim AC Milan hoch im Kurs und soll als Sportdirektor nach Italien wechseln. Die Aufgabe soll Rangnick reizen, wobei er für eine Zusage umfangreiche Entscheidungsbefugnisse im sportlichen Bereich fordert.
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Genau darauf soll Milan nun auch eingehen. Wie der "Corriere dello Sport" berichtet, soll Klubbesitzer Gerry Cardinale bereit sein, sämtliche Forderungen des 67-Jährigen zu erfüllen, um ihn als Technischen Direktor nach Mailand zu holen.
Demnach erhält Rangnick weitreichende Befugnisse und soll künftig die vollständige Kontrolle über den sportlichen Bereich übernehmen. Dazu gehören sowohl die Profimannschaft als auch die Nachwuchsabteilung. Zudem soll ihm weitgehende Autonomie und Unabhängigkeit zugesichert worden sein.
Ibrahimović entmachtet
Im Zuge dieser Neuordnung würde Zlatan Ibrahimović deutlich an Einfluss verlieren. Der ehemalige Stürmerstar, der Rangnicks Verpflichtung dem Bericht zufolge kritisch gesehen haben soll, würde künftig nur noch eine repräsentative Rolle einnehmen und keine maßgeblichen Entscheidungen im sportlichen Bereich mehr treffen.
Auch Glasner bleibt ein heißes Thema
Fix ist der Deal freilich noch nicht. Die "Gazzetta dello Sport" berichtete zuletzt von stockenden Verhandlungen und offenen Fragen auf beiden Seiten. Rangnick selbst hält sich weiterhin bedeckt und verweist öffentlich auf den ÖFB als Ansprechpartner. Präsident Josef Pröll kämpft weiter um eine Vertragsverlängerung über die WM hinaus.
Mit Rangnick wird auch Oliver Glasner weiter als Trainerkandidat gehandelt. Die Kombination der beiden ehemaligen Red-Bull-Weggefährten gilt in Mailand als reizvolles Zukunftsmodell. Allerdings betonen mehrere italienische Medien, dass Glasner auch unabhängig von Rangnick ein heißer Kandidat bleibt.