Heute vor 3 Jahren
Jahrelang übersehen? Neue Details zur Titan schockieren
Ermittler gehen inzwischen davon aus, dass die Karbonfaser-Hülle des Tauchboots bei jedem Tiefseetauchgang beschädigt wurde.
Schäden sammelten sich über Jahre an
Laut dem Abschlussbericht der kanadischen Transportsicherheitsbehörde entstand bei jedem Einsatz unter extremem Druck neuer Schaden an der Hülle. Die Belastungen in mehr als 3.000 Metern Tiefe führten demnach dazu, dass sich das Material nach und nach abschwächte. Die Betreiberfirma OceanGate wusste offenbar nicht, wie viele Tauchgänge die Konstruktion überhaupt aushalten konnte.
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Warnsignale wurden übersehen
Besonders brisant: Schon Jahre vor der Katastrophe gab es Hinweise auf Probleme. Testmodelle sollen versagt haben, Experten warnten vor Sicherheitsrisiken und bei früheren Tauchgängen wurden ungewöhnliche Geräusche registriert. Untersuchungen zeigten später zudem Produktionsfehler und Materialschwächen in der Karbonfaser-Hülle.
Ermittler erheben schwere Vorwürfe
Die Untersuchungsbehörden kritisieren nicht nur die Technik, sondern auch die Unternehmenskultur bei OceanGate. Sicherheitsbedenken seien wiederholt ignoriert worden. Zudem habe es keine ausreichenden Tests gegeben, um die Haltbarkeit der Hülle nach zahlreichen Tauchgängen zu überprüfen.
Fünf Menschen starben
Am 18. Juni 2023 implodierte die Titan auf dem Weg zum Wrack der Titanic im Nordatlantik. Alle fünf Insassen kamen ums Leben, darunter OceanGate-Gründer Stockton Rush. Die Ermittler sprechen heute von einer Kombination aus Konstruktionsmängeln, unzureichenden Tests und fehlender Kontrolle.
Die neuen Berichte zeichnen ein klares Bild: Die Titan war offenbar deutlich riskanter als lange angenommen. Nach Ansicht der Ermittler hätte die Tragödie mit strengeren Sicherheitsstandards und umfassenderen Tests wahrscheinlich verhindert werden können.