Rekord-Hitze

Jetzt sperren die ersten Schanigärten zu

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Die angekündigte Rekordhitze sorgt in Wien für erste außergewöhnliche Maßnahmen.
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Angesichts prognostizierter Temperaturen von bis zu 41 Grad ziehen erste Gastronomiebetriebe die Reißleine und schließen ihre Schanigärten – nicht wegen Regens, sondern wegen der extremen Hitze.

Den Anfang macht das traditionsreiche Wirtshaus Reznicek im 9. Wiener Gemeindebezirk. Das Lokal gab bekannt, seinen Gastgarten in den kommenden Tagen geschlossen zu halten. Der Grund: Der Schanigarten befindet sich auf einer großflächig versiegelten Asphaltfläche und bietet kaum Schatten. Unter diesen Bedingungen sei ein angenehmer Aufenthalt für Gäste ebenso wenig möglich wie ein sicheres Arbeiten für die Mitarbeiter.

Klimatisierte Innenräume

Stattdessen verweist das Restaurant auf seine klimatisierten Innenräume, in denen die Temperatur auf rund 22 Grad gehalten wird. Dort sollen Gäste trotz der Hitzewelle komfortabel speisen können.

Die Entscheidung fällt passend zum Höhepunkt der aktuellen Hitzewelle. Bereits am Freitag werden in Wien bis zu 38 Grad erwartet, am Wochenende könnten die Temperaturen auf 40 Grad oder örtlich sogar knapp darüber steigen. Sollte dieser Wert erreicht werden, wäre ein neuer Temperaturrekord für die Bundeshauptstadt möglich.

Für die Gastronomie stellt die extreme Hitze eine besondere Herausforderung dar. Während Schanigärten im Sommer normalerweise Hochsaison haben, machen aufgeheizte Böden, fehlender Schatten und tropische Temperaturen den Aufenthalt im Freien zunehmend unattraktiv. Gleichzeitig steigt die körperliche Belastung für Servicekräfte deutlich an. Ob weitere Lokale ihre Gastgärten vorübergehend schließen, dürfte davon abhängen, wie extrem die angekündigte Hitzewelle tatsächlich ausfällt.