Mit neuer Single im Gepäck tourt der letztjährige Eurovision-Sieger JJ seit Donnerstag durch Europa, wobei er nun Halt in seiner Heimatstadt Wien gemacht hat. Als früherer Fan der Location WUK bezeichnete der Musiker es auf der Bühne als "absurd", nun selbst dort vor ausverkauftem Haus zu spielen.
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Starke Stimme ohne Schnickschnack
In der über einstündigen Darbietung wechselte der gelernte Sopran mühelos zwischen klassischem Gesang und treibenden Pop-Elementen. Johannes Pietsch setzte dabei auf eine reduzierte Bühnenshow, die ganz auf seine außergewöhnliche Stimmkraft ausgerichtet war.
Minimalistisch
Begleitet wurde der Sänger von einer minimalistischen Band: Zwei Streicher, ein Drummer und ein Keyboard. Mit flamboyanten Tanzeinlagen am Mikrofon und präziser Gestik unterstrich er die anspruchsvollen, textlosen Passagen.
Handys bremsen die Stimmung
Obwohl sich die energiegeladene Mischung aus Pop und Techno für den Saal anbot, brauchte das Publikum von rund 650 Menschen etwas Zeit, um richtig in Fahrt zu kommen. Viele Gäste konzentrierten sich stark darauf, das Geschehen mit ihren Smartphones mitzufilmen, was die Dynamik im Raum phasenweise dämpfte. Bei den Zwischenansagen zeigte sich der Sänger nahbar und konterte einen Huster im Publikum schlagfertig mit "Gesundheit", auch wenn manche Monologe noch etwas holprig wirkten. Auf das angekündigte Konzertende reagierte er trocken mit "that's life".
Großer Jubel bei Hits
Spätestens im letzten Drittel sprang der Funke komplett über. Bei bekannten Nummern wie "Unknown" oder "Back to Forgetting" sang der Saal lautstark mit. Für den emotionalen Höhepunkt sorgte "Haunting Me", bei dem ein Fan in der ersten Reihe laut mitsang und der Schlagzeuger mit einem Solo glänzte. Nach der Zugabe mit der neuen Single "Not Afraid" bildete der Siegersong "Wasted Love" den krönenden Abschluss eines stimmgewaltigen Abends.