Japaridze war als Gastkämpfer für den JC Leipzig im Einsatz und trat gegen den deutschen Olympia-Teilnehmer Timo Cavelius (29) vom TSV Abensberg an.
Der Kampf ging in die Verlängerung – und endete mit einem Sieg für Cavelius. Nach seinem Erfolg ballte der Deutsche die Faust. Japaridze griff ihn daraufhin unvermittelt an und schlug dreimal mit der Faust zu.
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Die Folgen waren schwer: Cavelius erlitt einen Kieferbruch und verpasst dadurch die Judo-WM in Baku.
Lebenslange Sperre für Japaridze
Nun hat die Judo-Bundesliga reagiert und Japaridze auf Lebenszeit gesperrt. Damit darf der Georgier künftig nicht mehr im Deutschen Judo-Bund antreten.
Doch weitere Verfahren laufen noch. Der Fall beschäftigt auch den Georgischen Judoverband und den internationalen Judoweltverband IJF. Zudem läuft in Deutschland ein strafrechtliches Verfahren.
Georgier sieht Mitschuld beim Gegner
Vier Tage nach der Attacke meldete sich Japaridze auf Instagram zu Wort. Er übernahm zwar grundsätzlich die Verantwortung für den Vorfall, wies aber zurück, aus Frust über die Niederlage zugeschlagen zu haben.
Stattdessen machte er Cavelius für die Eskalation mitverantwortlich. Der Grund für seinen Ausraster seien laut Japaridze "verbale und gestische Beleidigungen" des Gegners gewesen. Diese seien für ihn "völlig inakzeptabel".
Cavelius weist Vorwürfe zurück
Cavelius widerspricht dieser Darstellung. Sein Jubel nach dem Kampf habe ausschließlich seinem eigenen Team gegolten und sei Ausdruck der Freude über den Sieg gewesen.
Er stellte klar, dass er Japaridze zu keinem Zeitpunkt demütigen oder ihn wegen seiner Herkunft, Nationalität oder Identität als Georgier beleidigen wollte.
Für Japaridze bleibt es damit nicht bei der lebenslangen Sperre. Neben den sportrechtlichen Verfahren muss sich der Georgier auch mit den weiteren Untersuchungen auseinandersetzen.