Großer Erfolg
Kärntner Extrem-Schwimmer bezwingt eisigen North Channel
Am Mittwoch ist es dem erfahrenen Sportler gelungen, die schwierige Meerenge zwischen Nordirland und Schottland erfolgreich zu durchqueren. Der North Channel gilt unter Langstreckenschwimmerinnen und Langstreckenschwimmern als eine der unberechenbarsten Routen weltweit und ist Teil der sogenannten Ocean Seven. Obwohl die Luftlinie der Distanz nur 35 Kilometer beträgt, musste der Kärntner aufgrund der starken Strömungen insgesamt 39 Kilometer im Wasser zurücklegen. Bei einer Wassertemperatur von gerade einmal 13 Grad benötigte er für dieses kräftezehrende Vorhaben genau zwölf Stunden und zwei Minuten.
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Kampf gegen die Strömung
Nach seinem Erfolg gab der Schwimmer gegenüber "ORF Kärnten" zu, dass der Weg "die Hölle gewesen" sei. Die eisigen Temperaturen setzten seinem Körper massiv zu, sodass er ständig zitterte. Begleitet wurde er während der gesamten Zeit von seinem Sohn und zwei Freunden, von denen einer als Mediziner die Sicherheit überwachte. Besonders die heftigen Gegenströmungen erschwerten das Vorankommen massiv. Für eine Distanz von 100 Metern benötigte der Sportler streckenweise 2 Minuten und 10 Sekunden, während er unter normalen Bedingungen im Durchschnitt nur rund 1 Minute und 30 Sekunden braucht. Vor allem die letzten 900 Meter vor der schottischen Küste entwickelten sich zu einer mentalen und physischen Zerreißprobe: Für diesen kurzen Abschnitt brauchte er eine volle Stunde, obwohl er diese Strecke üblicherweise in etwa elf Minuten bewältigt.
Erfolge in der Vergangenheit
Die Freiwasserpassage gilt für viele Profis als das härteste Teilstück der Ocean Seven. Findenig ist jedoch kein Unbekannter in der Schwimmszene. Bereits vor zwei Jahren konnte er erfolgreich den Ärmelkanal durchschwimmen. Zudem absolvierte er in seiner bisherigen Karriere bereits acht Mal den Ironman. In seiner Jugend- und Juniorenzeit sammelte er zahlreiche Kärntner und Österreichische Meistertitel und kann zudem auf mehrere Staatsmeistertitel zurückblicken.
Begeisterung in den Netzwerken
Nach dem Erreichen des Ziels teilte er seine Freude in einer Facebook-Story mit seinen Fans: "It's done. Unter widrigsten Bedingungen und ganz ganz knapp bevor die Thiede mich an Schottischen Küste wieder raus gespült hat! 39km in 12:02 mit extremen Strömungen und wegen dieser nur 13 GradWT. Danke an mein großartiges Team!" Auch die offizielle "North Channel Swimming Association" gratulierte kurz darauf via Facebook: "Herzlichen Glückwunsch an Georg Findenig aus Österreich zur erfolgreichen Durchquerung des Nordkanals in 12 Stunden, 02 Minuten und 23 Sekunden. Gut gemacht von uns allen von der North Channel Swimming Association!" In den Kommentaren sammelten sich schnell begeisterte Glückwünsche wie "Grooooßartig Georg, gratulieren Dir herzlichst", "Mama-mia! A legend!", "Massive well done" und "Congratulations Georg. great performance".