Politisches Beben

Nach Leihmutterschaft: Merz-Vertrauter Jens Spahn tritt zurück!

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Der CDU-Politiker Jens Spahn tritt als Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion zurück. Grund dafür ist die anhaltende Debatte um eine Leihmutterschaft, durch die er und sein Ehemann Vater wurden.
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Jens Spahn zieht die Reißleine! Der Unions-Fraktionschef hat in einem Schreiben an die Mitglieder der CDU/CSU-Bundestagsfraktion seinen Rücktritt erklärt. Zuvor habe er Kanzler Friedrich Merz und CSU-Chef Markus Söder über seine Entscheidung informiert. "Ich habe die Parteivorsitzenden von CDU und CSU, Friedrich Merz und Markus Söder, darüber informiert, dass ich mit diesem Schreiben an unsere Fraktion von meinem Amt als Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion zurücktrete", so Spahn. Beiden danke er für "das in mich gesetzte Vertrauen", hieß es weiter.

Jens Spahn und sein Ehemann Daniel Funke. © APA/AFP/CHRISTOF STACHE

Debatte um privates Familienglück

Als Grund nennt Spahn die anhaltende Debatte um die Leihmutterschaft, durch die er gemeinsam mit seinem Ehemann Vater geworden ist. "Mir ist in den letzten Tagen bewusst geworden, dass mein persönliches Glück, gemeinsam mit meinem Mann eine Familie zu gründen und Vater zu werden, nicht vereinbar ist mit meinem politischen Amt", schrieb Spahn. Weiter schreibt Spahn: "Denn der Spagat zwischen meiner privaten Entscheidung zu einem Kind durch Leihmutterschaft und der nachvollziehbaren Erwartung an mich als Vorsitzenden unserer Fraktion ist größer geworden, als ich es erwartet hatte."

Druck auf Politiker gewachsen

In den vergangenen Tagen war der Druck auf Spahn deutlich gewachsen. Kritiker warfen ihm vor, für sich einen Weg genutzt zu haben, der in Deutschland verboten ist. Spahn hatte stets betont, kein Gesetz gebrochen zu haben.

Dank an politische Kollegen

Spahn bezeichnet das Amt als "große Ehre" und bedankt sich ausdrücklich bei seinem Stellvertreter Alexander Hoffmann sowie beim gesamten Fraktionsvorstand für die "immer vertrauensvolle und freundschaftliche Zusammenarbeit". Auch SPD-Fraktionschef Matthias Miersch hebt er hervor. Dessen Zusammenarbeit sei "ein Stabilitätsanker für die Koalition" gewesen.