Besser als Limo!
Keine Eiswürfel notwendig: Diese 4 Kräuter kühlen Ihr Wasser
Wenn die sommerlichen Temperaturen steigen, greifen viele Menschen reflexartig zu eiskalten Limonaden oder zuckerhaltigen Softdrinks mit Eiswürfeln. Doch es gibt gesunde Alternativen aus der Natur, die den Körper nachweislich von innen heraus abkühlen und den Kreislauf schonen.
An heißen Sommertagen ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr das Um und Auf für unsere Gesundheit. Wer genug von schlichtem Leitungswasser hat und gleichzeitig auf zuckerhaltige Getränke verzichten möchte, findet im heimischen Kräutergarten die perfekte Lösung. Heilkräuter verleihen dem Wasser nicht nur ein feines Aroma, sondern regulieren durch ihre Inhaltsstoffe auch unsere Körpertemperatur auf natürliche Weise.
Diese natürlichen Durstlöscher helfen dem Organismus, die Hitze besser zu bewältigen, ohne den Stoffwechsel durch übermäßigen Zuckerkonsum zu belasten. Die pflanzlichen Helfer können die Körpertemperatur senken, indem sie die Durchblutung fördern und die Poren öffnen, wodurch der Schweiß besser verdunsten kann. Die Zubereitung dieser erfrischenden Getränke ist denkbar einfach.
1. Grundermann
Der Gundermann ist ein oft unterschätztes Wildkraut, das in vielen österreichischen Gärten wächst und traditionell als kühlendes Hausmittel geschätzt wird. Während man die Pflanze äußerlich gerne bei Insektenstichen oder leichten Verbrennungen anwendet, entfaltet sie auch im Inneren des Körpers eine hervorragende Wirkung. Die in der Pflanze vorhandenen Gerbstoffe regen die Durchblutung der oberen Hautschichten an und fördern so die Wärmeabgabe des Körpers.
Da das Wildkraut einen sehr dominanten, würzigen Geschmack besitzt, ist bei der Dosierung etwas Feingefühl gefragt. Schon wenige Blätter reichen völlig aus, um einer ganzen Karaffe Wasser eine herbe Note zu verleihen. Für ein harmonisches Geschmackserlebnis lässt sich das Kraut hervorragend kombinieren:
- Kombination mit frischen Apfelscheiben für eine feine Süße
- Verfeinerung mit einigen Spritzern frischem Zitronensaft
- Anwendung von lediglich zwei bis drei kleinen Blättern pro Liter Wasser
2. Minze
Die Minze ist zweifellos der Klassiker unter den Sommerkräutern und in fast jeder heimischen Küche zu finden. Ihre kühlende Wirkung beruht auf einem einfachen, aber äußerst effektiven biologischen Prinzip. Das in den Blättern enthaltene Menthol stimuliert direkt die Kälterezeptoren in unserem Mund- und Rachenraum, was dem Gehirn sofort ein intensives Gefühl der Frische und Abkühlung signalisiert.
Um das Maximum an Geschmack und Wirkung aus den Minzblättern herauszuholen, empfiehlt sich ein einfacher Handgriff vor dem Aufgießen. Die frischen Zweige sollten vor dem Hinzufügen in die Wasserkaraffe leicht geschüttelt oder sanft angeklopft werden, damit sich die ätherischen Öle optimal entfalten können. Besonders schmackhaft wird das Sommergetränk durch folgende Beigaben:
- Frische Scheiben von Bio-Limetten und Orangen
- Eine kurze Ziehzeit im Kühlschrank von rund einer halben Stunde
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3. Basilikum
Basilikum ist nicht nur in der mediterranen Küche ein absolutes Highlight, sondern eignet sich auch hervorragend für die Zubereitung von erfrischendem Kräuterwasser. Das beliebte Küchenkraut besitzt Eigenschaften, die weit über den guten Geschmack hinausgehen. Es enthält Eugenol, ein ätherisches Öl, das eine entspannende und kühlende Wirkung auf den Körper hat. Diese beruhigende Komponente macht Basilikumwasser zum idealen Begleiter an heißen, stressigen Sommertagen.
Das Kraut harmoniert überraschend gut mit einer Vielzahl von sommerlichen Zutaten und lädt zum Experimentieren ein. Für ein geschmacklich ausgewogenes Basilikumwasser eignen sich besonders diese Kombinationen:
- Frische, dünne Gurkenscheiben für die Extraportion Frische
- Halbierte Erdbeeren oder frische Himbeeren für eine fruchtige Süße
- Ein paar Spritzer Zitronensaft zur Abrundung der feinen Säure
4. Salbei
Während Schwitzen eine lebensnotwendige Funktion des Körpers darstellt, um sich vor Überhitzung zu schützen, kann übermäßige Schweißproduktion im Alltag rasch unangenehm werden. Hier kommt der Salbei ins Spiel, der seit Jahrhunderten für seine schweißhemmende Wirkung bekannt ist. Die im Salbei enthaltenen Tannine und Flavonoide verengen die Schweißdrüsen und reduzieren so die Schweißabsonderung auf natürliche Weise, ohne den Abkühlungseffekt des Wassers zu beeinträchtigen.
Da Salbei ein sehr intensives, fast herbes Aroma besitzt, sollte er im Wasser äußerst sparsam dosiert werden. Meist genügen bereits ein bis zwei Blätter, um die gewünschte Wirkung zu erzielen, ohne dass das Getränk bitter schmeckt. Besonders gut harmoniert das Kraut mit süßen Beeren, welche die herbe Note des Salbeis perfekt ausgleichen.
Als zusätzlicher Geheimtipp für heiße Tage gilt übrigens auch der Koriander. Das Gewürz enthält das ätherische Öl Linalool, welches nicht nur die Schweißregulierung unterstützt, sondern auch die oft träge Verdauung an heißen Sommertagen sanft anregt. Ob als Kraut im Wasser oder als Zutat im leichten Sommergericht – Koriander bietet eine überraschende Möglichkeit, der Hitze effektiv zu trotzen.