Teure Grill-Saison
Der große Grill-Check: So viel geben Österreicher 2026 fürs Grillen aus
Die warme Jahreszeit hat begonnen, und in fast neun von zehn österreichischen Haushalten wird regelmäßig der Grill angeworfen. Doch der Spaß am Rost hat heuer seinen Preis: Die Ausgaben pro Grillevent sind massiv gestiegen. Durchschnittlich blättern wir hierzulande bereits 66 Euro pro Grillerei hin – das sind um 19 Euro mehr als noch in den Jahren 2025 und 2024. Das zeigt der aktuelle Consumer Check von Reppublika Research & Analytics im Auftrag des Handelsverbands.
Genuss und Qualität schlagen den Preis
Trotz des deutlichen Preissprungs lassen sich die Österreicherinnen und Österreicher den Appetit nicht verderben. Im Gegenteil: Der Geschmack und die Qualität der Lebensmittel stehen an allererster Stelle, während das Preis-Leistungs-Verhältnis für viele erst an zweiter Stelle kommt. Das zeigt eine klare Prioritätenverschiebung bei den Grillfans:
- Der Geschmack entscheidet: 96 Prozent der Befragten legen allergrößten Wert auf guten Geschmack.
- Qualität ist Pflicht: Für 89 Prozent sind hochwertige Lebensmittel ein absolutes Muss auf dem Teller.
- Gemeinsame Zeit: 87 Prozent schätzen die Geselligkeit mit Familie und Freunden.
- Erholung im Freien: 82 Prozent verbinden das Grillen mit Entspannung unter blauem Himmel.
- Preis-Leistung: Nur für 80 Prozent steht ein günstiges Verhältnis von Preis und Leistung im Fokus.
- Urlaubsstimmung: 77 Prozent ist zudem das Thema Regionalität beim Einkauf besonders wichtig.
Die bunte Vielfalt erobert den Rost
Die Zeiten, in denen nur fette Koteletts auf dem Rost landen, sind endgültig vorbei. Am Grill regiert mittlerweile die bunte Vielfalt. Zwar sind Würstel mit 59 Prozent knapp die Nummer eins, doch gegrilltes Gemüse folgt mit 58 Prozent direkt auf Platz zwei. Auch Salate (52 Prozent), Saucen (51 Prozent), Geflügel (50 Prozent), Schweinefleisch (48 Prozent), Brot und Gebäck (47 Prozent) sowie Erdäpfel (43 Prozent) sind extrem beliebt. Bereits 38 Prozent greifen zudem regelmäßig zu Halloumi oder Grillkäse. Vegetarische und vegane Fleischalternativen runden das bunte Angebot mit 9 beziehungsweise 8 Prozent ab.
"Die klassische Grillerei entwickelt sich weiter. Neben Würstel und Kotelett haben Gemüse, Halloumi und andere Alternativen schon längst ganz selbstverständlich ihren Platz gefunden. Der Grill wird also bunter und individueller, ohne seine Tradition zu verlieren", erklärt Handelssprecher Rainer Will.
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Der große Bundesländer-Check am Grillrost
Die Vorlieben auf dem Rost zeigen ein starkes Ost-West-Gefälle. Während im Osten das Fleisch und die Wurst dominieren, ist im Westen das Gemüse nicht mehr wegzudenken. Die Top-Grillspeisen der einzelnen Regionen im Überblick:
- Wien: In der Bundeshauptstadt liegt Geflügel mit 60 Prozent auf Platz eins. Dahinter folgen die klassischen Würstel (59 Prozent) und gegrilltes Gemüse (53 Prozent).
- Niederösterreich & Burgenland: Hier regieren die Würstel mit 61 Prozent. Knapp dahinter liegen gegrilltes Gemüse (53 Prozent) sowie Geflügel und Saucen (je 52 Prozent).
- Steiermark & Kärnten: Die grünen Bundesländer lieben es knackig. Gegrilltes Gemüse liegt mit 65 Prozent unangefochten an der Spitze, gefolgt von Würsteln (63 Prozent) und frischen Salaten (62 Prozent).
- Oberösterreich & Salzburg: Gemüse ist auch hier mit 61 Prozent die Nummer eins, gefolgt von Würsteln mit 58 Prozent sowie Brot und Gebäck mit 57 Prozent.
- Tirol & Vorarlberg: Im Westen dominiert ebenfalls das Gemüse mit 58 Prozent. Salate folgen mit 56 Prozent und die traditionellen Würstel landen mit 50 Prozent auf Platz drei.
Supermarkt bleibt die wichtigste Quelle
Eingekauft wird für die Grillparty meistens im Supermarkt (70 Prozent). Doch auch der Fleischhauer vor Ort erfreut sich mit 36 Prozent großer Beliebtheit, gefolgt von Diskontern (33 Prozent) und Bauernmärkten (16 Prozent).
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