Fahnder verkleidet

Kika-Manager beim Wandern festgenommen

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Der ehemalige Kika/Leiner-Geschäftsführer Hermann W. befindet sich in Wien in Untersuchungshaft. Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft wirft dem Manager schweren Betrug und betrügerische Krida vor.
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Die Festnahme des früheren Möbelhaus-Managers erfolgte im steirischen Ennstal im Rahmen einer Bergwanderung mit Freunden. Zielfahnder hatten den Ort nach mehrtägiger Beobachtung getarnt als Wanderer aufgesucht und den Mann beim Abstieg festgenommen, berichten mehrere Medien.

Schwerer Verdacht durch die WKStA

Die Behörden werfen dem Manager vor, im Jahr 2024 über eine Unwetter-Soforthilfe-Aktion mehr als 4700 Kundinnen und Kunden getäuscht zu haben. Im Rahmen dieser Werbeaktion wurden Preisnachlässe gewährt und Anzahlungen für Waren entgegengenommen, die in der Folge nicht geliefert werden konnten. Die entstandene Schadenssumme beläuft sich nach aktuellen Erkenntnissen auf mehr als 15 Millionen Euro.

Verteidigung weist die Vorwürfe zurück

Die Rechtsvertreter des Festgenommenen weisen die Anschuldigungen zurück. Laut der Verteidigung diente die Werbeaktion dem Zweck, das Unternehmen zu retten, wobei sämtliche Anzahlungen zum Ende hin auf Absonderungskonten eingezahlt worden seien.