Am Montag kündigte der französische Premierminister Lecornu auf einer Pressekonferenz an, in Städten begrenzte, lokale Ausgangsbeschränkungen zu verhängen, um die Krawalle im Land in den Griff zu bekommen. Am Sonntag hatten Demonstranten am Place de la République Barrikaden errichtet, woraufhin die Polizei Tränengas einsetzte.
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Lage im Louvre
Der Louvre hat wegen der Proteste in Frankreich seine Türen zu Beginn der Woche nicht wie gewohnt geöffnet. Das Museum teilte auf seiner Webseite sowie in sozialen Medien mit, dass es aufgrund einer studentischen Protestbewegung derzeit geschlossen sei, und bat, die entstandenen Unannehmlichkeiten zu entschuldigen. Französischen Medien zufolge war der Zugang von Studierenden blockiert, die damit die seit Wochen stattfindenden Schulproteste unterstützen und mutmaßliche Polizeigewalt anprangern wollen.
Schülerinnen und Schüler demonstrieren seit Ende September insbesondere für eine bessere Ausstattung der Schulen, mehr Lehrkräfte und bessere Lernbedingungen. Die Gewerkschaft CGT, die zwar nicht an der Aktion teilnehme, diese aber unterstütze, gab an, dass das Museum mindestens bis Mittag geschlossen bleiben solle.
So dramatisch ist die Lage gerade in Frankreich
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Hunderte Festnahmen
Bei den Ausschreitungen in Frankreich sind allein in Paris am Sonntag und in der Nacht zum Montag weitere 350 Menschen festgenommen worden, wie Innenminister Laurent Nuñez am Montag mitteilte. Landesweit wurden am Wochenende 2.331 Menschen in Polizeigewahrsam genommen, wie Justizminister Gérald Darmanin dem Sender "France 2" sagte. Gegen mehr als 80 Prozent von ihnen werde strafrechtlich vorgegangen. Mehrere Dutzend Verdächtige seien bereits in Untersuchungshaft genommen worden, darunter 13 alleine im südfranzösischen Marseille.
Eingeständnis der Behörden
Innenminister Nuñez räumte unterdessen einen "Kontrollverlust" der Polizei in einigen Großstädten bei den Gewaltexzessen vom Samstag ein. Die Sicherheitskräfte seien nicht ausreichend auf die große Zahl von Randalierern und Plünderern vorbereitet gewesen, sagte er dem Sender "France Inter".