Ex-Kanzler

Frankreich-Randale: Sebastian Kurz warnt vor Ausschreitungen in Wien

Ein Mann im Anzug spricht an einem Rednerpult mit Mikrofon und Wasserglas.
© APA/HANS KLAUS TECHT
Angesichts der Ausschreitungen im Zuge der Proteste in Frankreich warnt Ex-Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) vor ähnlichen Szenen in Wien.
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Frankreich bebt und wird von schweren Ausschreitungen heimgesucht. Was anfänglich als Protest begann, schlägt um in Ausschreitungen, Krawalle und den absoluten Ausnahmezustand. Hintergrund der Eskalation sind hohe Lebenshaltungskosten und die Teuerung.

Im ganzen Land kam es am Wochenende laut dem französischen Innenministerium zu fast 3.000 Festnahmen. Beinahe 1.000 Polizisten wurden verletzt, einige von Ihnen schwer.

Das sagt Kurz

Im Zuge der schweren Ausschreitungen in Frankreich meldet sich jetzt auch Ex-Kanzler Sebastian Kurz zu Wort. Er warnt vor ähnlichen Szenen in Wien. In einem Instagram-Posting schreibt er: "Brennende Rathäuser, geplünderte Geschäfte und brutale Gewalt in Frankreich und anderswo in Europa. Was als 'Studentenprotest' bezeichnet wird, gleicht zunehmend Szenen eines Bürgerkriegs. Schon vor fast einem Jahrzehnt warnten uns arabische Länder. Nun ist genau das eingetreten." Verantwortlich für die Krawalle sind laut Kurz im Wesentlichen zwei Gruppen: "Hinter dem Mob steht ein unheimliches Bündnis aus Linksextremisten und dem politischen Islam. Beide sind Feinde der Aufklärung sowie unserer freien und offenen Gesellschaft." Kurz weiter: "Für mich ist dies die Folge von fast zwei Jahrzehnten gescheiterter Migrationspolitik. Ungarn wurde jahrelang kritisiert – heute sind Budapest, Warschau und Prag Inseln der Ruhe. Wenn wir nicht sofort einen Kurswechsel vollziehen, werden wir schon bald dieselben Szenen in Berlin, Wien und München erleben."

Proteste begannen im September

Präsident Emmanuel Macron steht enorm unter Druck, sein Innenminister Laurent Nuñez wollte nach dem Wochenende sogar zurücktreten. Macron verweigerte das, in der Angst, dass die Befehlskette zusammenbreche.

Nächstes Jahr wird in Frankreich ein neuer Präsident gewählt. Macron darf nicht mehr antreten, aktuell führt in Umfragen die Rechte Marine Le Pen.

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