Horror-Fund am zweiten Tag der Fußball-WM: In unmittelbarer Nähe des Trainingsgeländes der iranischen Nationalmannschaft haben Ermittler am Freitag eine verweste Leiche im Kofferraum eines abgestellten Geländewagens entdeckt.
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Der SUV mit kalifornischem Kennzeichen stand auf dem Parkplatz eines Supermarkts neben dem Caliente-Stadion in der nordmexikanischen Grenzstadt Tijuana. Reporter der Nachrichtenagentur AFP beobachteten, wie Kriminaltechniker in weißen Schutzanzügen den Tatort absicherten und den Leichnam vor dem Abtransport untersuchten.
Leiche in schwarzem Sack
Die Staatsanwaltschaft von Tijuana bestätigte den Fund. Eine Polizeistreife sei auf das Fahrzeug aufmerksam geworden und habe bei der Kontrolle im Kofferraum eine tote Person entdeckt. Nach Angaben eines Behördensprechers war das Opfer in einen schwarzen Sack eingewickelt und wies Spuren von Gewalteinwirkung auf. Die Ermittler gehen derzeit davon aus, dass der Wagen bereits seit Mittwoch auf dem Parkplatz abgestellt gewesen sein könnte.
Besonders brisant: Der Fundort liegt in unmittelbarer Nähe des Trainingsplatzes der iranischen Nationalmannschaft. Das Team hatte sein WM-Quartier erst wenige Wochen vor Turnierbeginn von Arizona in die mexikanische Grenzstadt verlegt. Hintergrund waren die angespannten geopolitischen Entwicklungen und Sicherheitsbedenken infolge des Konflikts zwischen dem Iran und den USA.
1.200 Morde im Jahr
Tijuana gilt seit Jahren als eine der gefährlichsten Städte Mexikos. Allein im vergangenen Jahr wurden dort laut offiziellen Statistiken mehr als 1.200 Tötungsdelikte registriert. Entsprechend streng sind die Sicherheitsmaßnahmen rund um die iranische Mannschaft. Spieler und Betreuer werden bei Fahrten zwischen Hotel und Stadion regelmäßig von bewaffneten Soldaten begleitet.
Nach dem Leichenfund verließ die iranische Delegation das Stadion am Freitag unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen. Ob der grausame Fund in irgendeinem Zusammenhang mit der Weltmeisterschaft steht, ist derzeit völlig unklar. Die Ermittlungen der mexikanischen Behörden laufen auf Hochtouren.