Einbetoniert

Leiche von Pensionistin in Mauer einbetoniert: Sozialhilfebetrug?

Das Häuschen der Toten in Münchendorf. © Monatsrevue/Thomas Lenger
Eine Fahndung nach dem Sohn der Toten läuft.

Nach dem Horror-Fund im beschaulichen Münchendorf im Bezirk Mödling laufen die Ermittlungen derzeit auf Hochtouren. Eine Pensionistin wurde von Spürhunden in einer Mauer in dem Einfamilienhaus entdeckt - nachdem sie kürzlich erst als vermisst gemeldet wurde. Die Polizei hatte die Feuerwehr am frühen Abend des 28. Mai um Unterstützung bei einer Tür-Notöffnung gebeten.

Unklar ist bisher, wie lange die stark verweste Leiche der betagten Frau, die bald ihren 100. Geburtstag gefeiert hätte, bereits dort eingemauert gewesen war. Sie könnte laut ersten Informationen schon Jahre in dieser unmenschlichen Position gelegen haben.

Sohn im Zentrum der Ermittlungen

Klar ist auch nicht, wie sie genau gestorben war. Im Zentrum der Ermittlungen steht unter anderem der Sohn der Toten - nach ihm wird gefahndet. Dieser könnte nach dem Umfeld der Pensionistin im Ausland leben, wurde aber von Nachbarn immer wieder auf dem Grundstück gesehen - der Garten des Hauses wurde gepflegt.

Wenn die Frau eines natürlichen Todes gestorben war und danach einfach eingemauert wurde  - ihr Tod wurde offiziell erst am frühen Abend des 28. Mai von der Polizei festgestellt, als die Beamten vor Ort waren - könnte auch ein Sozialhilfebetrug vorliegen. Die Zahlungen dürften nämlich weiter eingegangen sein.

Die Leiche soll in der Nähe des Kellers gefunden worden sein. © Monatsrevue/Thomas Lenger