Gletscher schmilzt

Letztes Sommer-Skigebiet in Europa muss zusperren

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Auf dem Stilfser Gletscher in Südtirol war Skifahren im Sommer bisher möglich. Wegen der anhaltenden Hitzewelle mussten die Verantwortlichen nun jedoch eine schmerzliche Entscheidung treffen.
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Europas letztes Sommer-Skigebiet am Stilfser Joch stellt seinen Betrieb wegen der zu hohen Temperaturen bis auf Weiteres ein. Die Verantwortlichen sprachen auf ihrer Webseite von einer schmerzlichen, aber notwendigen Entscheidung, die aufgrund der ungünstigen Wetterbedingungen unumgänglich gewesen sei. Die Bergbahnen in Richtung des Gletschers sollen vorerst jedoch weiterlaufen. In Österreich und der gesamten Alpenregion sorgt der Schritt für Aufsehen.

Probleme durch hohe Temperaturen

Das Skifahren auf 3.450 Metern Höhe war bereits in den vergangenen Tagen nicht mehr problemlos möglich. ORF-Meteorologe Manuel Oberhuber schrieb auf X: "War aber wohl ohnehin nur mehr ein mäßiges Skivergnügen die Tage davor." Dazu veröffentlichte er ein Foto, das deutlich aufgeweichten, sulzigen Schnee zeigt. Die anhaltende Hitze traf zuletzt auch höher gelegene Regionen.

Sicherheitsstandards nicht mehr gewahrleistet

In der Nacht blieb die nötige Abkühlung aus. Laut dem Skigebiet machten diese Faktoren es unmöglich, "die gewohnten Qualitäts- und vor allem Sicherheitsstandards zu gewährleisten, die für den Sommerskilauf erforderlich sind". Ob und wann das Areal noch einmal öffnen kann, ist unklar. Die Verantwortlichen hoffen auf sinkende Temperaturen und eine Verbesserung des Gletscherzustands.

Zweifel an der Nachhaltigkeit

Roberto Dinale, Leiter des Amtes für Hydrologie und Stauanlagen in Bozen, sagte dem italienischen Rundfunk Rai, dass die Entwicklung für ihn nicht überraschend komme. "Ich denke nicht, dass das nachhaltig so erhalten bleiben kann", prophezeite er. Man könne zwar künstlich versuchen, den Betrieb am Laufen zu halten, aber: "Es ist nicht das, was die Natur derzeit auf unseren Bergen hergibt."