Let's Dance

Llambi: Heimliche Live-Kritik von seiner Mutter!

Joachim Llambi © Getty Images
In einem Interview verrät der Chef-Juror der beliebten Tanz-Show, dass seine Mama ihn über WhatsApp zurechtweist.

Er gilt als der Unerbittliche, der Knallharte – der Mann, vor dessen Urteil selbst die mutigsten Promis auf dem Tanzparkett zittern. Doch abseits der Scheinwerfer gibt es eine Dame, bei der Joachim Llambi (61) ganz weich wird: seine 86-jährige Mutter Ingrid. Die rüstige Seniorin verfolgt die RTL-Show "Let’s Dance" nämlich keineswegs nur passiv auf der Couch. Sie greift noch während der Live-Sendung aktiv in das Geschehen ein.

Jury-Bewertung für den Chef-Juror

"Meine Mama schreibt mir ab und zu, wenn sie nicht im Studio ist", packte Llambi nun im BILD-Podcast "MayWay" aus. Das Kuriose daran: Die Nachrichten sind eine direkte Manöverkritik an den Juror selbst. "Da kommt dann mal schnell als WhatsApp während der Sendung."

Dabei spart die Mama nicht mit Ratschlägen zu seinem Auftreten vor der Kamera. Sätze wie "Das hättest du jetzt anders sagen sollen", ploppen dann auf dem Handy des Tanzexperten auf. Llambi nimmt die mütterliche Dauer-Kritik gelassen und mit viel Humor: "Mutter bleibt Mutter." Dass die Nachrichten seine berüchtigten Knallhart-Urteile beeinflussen, verneint er jedoch vehement – selbst dann, wenn sie live im Studio sitzt: "Ich muss mich nicht verbiegen. Meine Mutter kennt mich so, wie ich bin."

Die schwere Kindheit des TV-Stars

Hinter der unnahbaren Fassade des TV-Juroren verbirgt sich eine zutiefst bewegende Familiengeschichte. Llambi wuchs im Duisburger Ruhrpott als Sohn eines Spaniers von der Costa Brava und einer deutschen Mutter auf. Das Familienglück zerbrach jäh im Jahr 1975, als Joachim gerade einmal elf Jahre alt war: Sein Vater erhielt die Schockdiagnose Gehirntumor.

"Der Professor sagte zu meiner Mutter: Ich kann für nichts garantieren, ob ihr Mann noch mal aufwacht", erinnert sich der 61-Jährige zurück. Die Überlebenschance bei der Operation lag bei mageren zehn Prozent. Der Vater überlebte den Eingriff zwar und lebte noch acht weitere Jahre, doch er war nach der OP ein anderer Mensch: fast vollständig erblindet und ohne Kurzzeitgedächtnis. "Er konnte reinkommen und sagen, das und das ist passiert – und fünf Minuten später war das weg."

Wenn der junge Joachim mit einer guten Schulnote nach Hause kam, freute sich der Vater zwar im Moment – doch eine halbe Stunde später hatte er die frohe Botschaft bereits wieder vergessen.

Die Aufopferung der Mutter

Die immense Last dieser Pflegejahre trug vor allem seine Mutter, die damals gerade einmal 35 Jahre alt war. Die schwere Arbeit hinterließ Spuren: Nach Jahren der Aufopferung habe sie optisch wie 65 gewirkt, schildert Llambi offen. Weil der Hauptverdiener ausfiel, sprangen die Großeltern finanziell ein. "Es war eine harte Zeit, aber wir haben das gut zusammen geschafft."

Trotz der permanenten Belastung war es der Mutter ein heiliges Anliegen, dass ihr Sohn eine normale Kindheit erleben durfte: "Sie hat immer versucht, mir alle Möglichkeiten zu geben, Kind zu sein, Jugendlicher zu sein. Das ist in fast allen Teilen auch gelungen." Der Sport – Llambi spielte Hockey und Wasserball – diente als perfektes Ventil.