Dank Wetterumschwung
Österreich droht massive Gelsen-Invasion
Die Hitze der vergangenen Wochen hat die heimischen Gelsenbestände gebremst, wie der niederösterreichische "Gelsenpapst" Bernhard Seidel im Gespräch mit "5 Minuten" erklärt. Doch die starken Regenfälle an den beiden letzten Juni-Tagen brachten einen Entwicklungsschub für die Eier und Larven der Blutsauger in unserem Land. Durch die aktuellen Wetterbegünstigungen mit zuerst Regen und danach anhaltend warmen Temperaturen wächst nun österreichweit vom Bodensee bis zum Wörthersee und Neusiedler See eine rechnerisch gigantische Menge von Individuen heran. Es gehe dabei um zig Millionen Exemplare, die bald ausschwärmen könnten.
Entwicklungsschub nach heftigem Regen
Rund zehn Tage benötigt eine Gelse vom Ei bis zur erwachsenen Mücke, schildert Seidel im Gespräch mit "5 Minuten" weiter. Das heißt konkret für die Menschen im Land: Ab dem kommenden Wochenende, Samstag, 11. Juli, und Sonntag, 12. Juli, könnte etwas losgehen, so der renommierte Ökologe. Diese Prognose bedeutet für viele Haushalte in Österreich, dass sie sich rechtzeitig auf die lästigen Insekten vorbereiten müssen.
Auch interessant
Gefahr für die Nachtruhe
Besonders unerfreulich für unsere Nachtruhe ist eine Verhaltensänderung der Insekten. Einzelne Arten stellen ihr Wirtsspektrum von Vogelfauna im Freiland auf Menschen und Haustiere um, warnt Seidel im Gespräch mit "5 Minuten". Dadurch dringen die Mücken direkt in den Lebensraum des Menschen vor und machen auch vor Wohnungen keinen Halt.