Wirbel bei Real
Mbappé und Vinicius zeigen Ceuta-Shirts nur halb
Spanien. Beim 3:2-Auswärtssieg beim Tabellenschlusslicht Elche betraten die Teams im Stadion Manuel Martínez Valero in speziellen weißen Oberteilen den Rasen. Die Aktion sollte Solidarität mit den Bewohnern der spanischen Exklave Ceuta bekunden, wo die Lage nach einem Migrationsansturm angespannt ist. Einzig Kylian Mbappé (27), Vinicius Junior (26) und Ibrahima Konaté (27) zogen die Shirts nur bis zur Brust hoch. Dafür kritisierten sie Fans in den sozialen Netzwerken sowie die spanischen Zeitungen "Marca" und "Mundo Deportivo".
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Unvollständige Botschaft
Auf den Shirts prangte der Slogan "Todos somos caballas" (dt. "Wir sind alle Caballas", die Bezeichnung für Ceutas Bürger). Bei Mbappé und Vinicius war diese Zeile kaum zu erkennen, während der klein gedruckte Zusatz "Ceuta y sus caballeros de la mar" (dt. "Ceuta und seine Seefahrer") komplett verborgen blieb.
Hintergrund der Soli-Aktion
Real Madrid hatte die Aktion vorab auf der Website angekündigt, um ein Zeichen für die Exklave zu setzen. Ende Juli waren Zehntausende Migranten aus Marokko nach Ceuta gelangt. Obwohl viele zurückkehrten, halten sich laut spanischer Regierung weiterhin Tausende dort auf. Zusammen mit Melilla bildet Ceuta die einzige EU-Außengrenze an einer afrikanischen Landmasse.
Klubeigene Bezüge
Die Ereignisse beschäftigen auch das Real-Umfeld: Beim Champions-League-Spiel gegen Inter zeigte der harte Kern auf der Südtribüne des Bernabéu ein Mosaik aus Ceuta-Flaggen. Zudem stammt Reals Ehrenpräsident José Martínez "Pirri" aus der nordafrikanischen Küstenstadt. Warum Mbappé, Vinicius und Konaté die Oberteile nur halb anstülpten, blieb ungeklärt.