Der US-Finanzinvestor Castlelake hat bestätigt, eine mögliche Angebot für EasyJet zu prüfen. Zwar befindet sich das Vorhaben noch in einer frühen Phase, doch an den Börsen sorgte die Nachricht sofort für Aufregung. Die EasyJet-Aktie schoss zeitweise um mehr als zehn Prozent nach oben. Castlelake hält bereits rund 2,1 Prozent an der Airline und muss nun bis zum 26. Juni entscheiden, ob ein konkretes Angebot auf den Tisch kommt.
EasyJet bremst die Erwartungen
EasyJet selbst reagierte überraschend offensiv. Der Konzern erklärte, man werde jedes Angebot sorgfältig prüfen – allerdings nur dann, wenn es den Wert des Unternehmens angemessen widerspiegelt.
"Zeitpunkt ist höchst opportunistisch"
Die Airline kritisierte das Interesse der Amerikaner ungewöhnlich deutlich. Der Zeitpunkt sei "höchst opportunistisch", erklärte das Management. Hintergrund sind die Turbulenzen an den Märkten, steigende Treibstoffkosten und die Unsicherheit durch die Spannungen im Nahen Osten, die den Aktienkurs zuletzt belastet hatten.
Der Konzern betonte gleichzeitig, man sei weiterhin von der eigenen Strategie überzeugt. "Der Vorstand bleibt sehr zuversichtlich, langfristig attraktiven Wert für die Aktionäre zu schaffen", heißt es in einer Stellungnahme.
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Ein tatsächlicher Deal wäre allerdings alles andere als einfach. Experten verweisen auf strenge EU-Regeln für Fluggesellschaften. Airlines mit europäischer Betriebslizenz müssen mehrheitlich in europäischer Hand bleiben. Genau diese Vorgaben könnten einem kompletten Verkauf im Weg stehen.
Fest steht dennoch: Das Interesse des US-Investors hat die Aufmerksamkeit der Branche geweckt. Ob daraus tatsächlich ein konkretes Übernahmeangebot entsteht, wird sich in den kommenden Wochen zeigen. Für EasyJet beginnt damit eine spannende Phase – und für Anleger bleibt die Entwicklung des beliebten Billigfliegers besonders interessant.