Der Grund ist der wechselnde Luftdruck in der Kabine. Vor allem beim Start und bei der Landung muss sich der Druck im Mittelohr an die neuen Bedingungen anpassen.
Normalerweise übernimmt das die Eustachische Röhre, die den Rachen mit dem Mittelohr verbindet. Sie sorgt regelmäßig für den Druckausgleich. Funktioniert das nicht schnell genug, können Druckgefühl, Ohrenschmerzen, ein dumpfes Hören oder sogar Ohrgeräusche entstehen.
Besonders häufig trifft es Kinder: Während etwa fünf Prozent der Erwachsenen Schmerzen beim Druckausgleich erleben, sind es bei Kindern rund 25 Prozent.
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Dieser Trick kann die Schmerzen verhindern
Vor allem bei der Landung lohnt es sich, den Druckausgleich aktiv zu unterstützen. Schlucken und Kauen können dabei helfen, die Eustachische Röhre zu öffnen.
Ein Kaugummi, ein Bonbon oder ein Schluck Wasser reichen bei Erwachsenen oft schon aus. Auch bei Kindern können Lutschbonbons oder Fruchtgummis helfen. Babys können während Start und Landung trinken oder einen Schnuller bekommen.
Kinder sollten im richtigen Moment wach sein
Gerade bei kleinen Kindern ist ein weiterer Punkt wichtig: Sie sollten während Start und Landung möglichst nicht schlafen. Im Schlaf wird die Eustachische Röhre seltener geöffnet, wodurch der Druckausgleich schwieriger sein kann.
Bei einer Erkältung kann ein abschwellendes Nasenspray den Druckausgleich erleichtern. Es sollte allerdings nicht ohne Weiteres angewendet werden – besonders bei Kindern sollte die Anwendung vorher ärztlich oder mit dem Apotheker abgeklärt werden.
Auch dieser Handgriff kann helfen
Eine weitere Möglichkeit ist das sogenannte Valsalva-Manöver. Dafür tief einatmen, den Mund schließen und die Nase zuhalten. Anschließend vorsichtig versuchen, gegen die verschlossene Nase auszuatmen.
Wichtig: Dabei keinesfalls mit voller Kraft drücken. Ein zu starker Druck kann das Ohr schädigen.
Wann sollte man zum Arzt?
Meist verschwinden die Beschwerden nach der Landung von selbst. Das Trommelfell braucht manchmal etwas Zeit, um sich wieder an den normalen Luftdruck zu gewöhnen.
Halten starke Schmerzen jedoch über mehrere Tage an oder kommen Tinnitus, Schwindel oder andere Beschwerden hinzu, sollte man ärztliche Hilfe suchen.