Mutter weinte

Mit Pfiffen: Kanes emotionale Rede beim Ballon d'Or

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Zum ersten Mal seit Michael Owen 2001 gewann wieder ein Engländer den Ballon d'Or. Seinen Erfolg unterstrich Harry Kane mit einer rührenden Rede.
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"Ich bin fast sprachlos", brachte Harry Kane seinen Zustand auf den Punkt. Schon nachdem sein Name von "Fenômeno" Ronaldo verkündet wurde, musste der Engländer einen Moment innehalten.

"Ich kann mir vorstellen, dass es wirklich schwierig war in diesem Jahr. Hier sind viele herausragende Spieler", so der 33-Jährige weiter. France-Football-Chefredakteur Vincent Garcia meinte im Anschluss, es war sogar noch knapper als 2024 zwischen Rodri und Vinicius Jr. – damals entschieden 41 Punkte, also nur sehr wenig.

Besondere Erwähnung für Michael Olise

Doch am Ende wurde es nicht der lange führende Kylian Mbappé, sondern Kane. "Mein Weg war nicht einfach. Ich musste mich durchkämpfen, um jetzt der Allerbeste zu sein", fuhr Kane fort.

Besonderes Lob gab es für die Bayern-Mitspieler: "An alle meine Bayern-Teamkollegen: Ich würde nicht hier stehen, ohne euch. Die Art, wie ihr mich antreibt, und die Tatsache, dass ich jede Woche gegen Spieler wie Michael Olise trainiere, machen mich zu einem besseren Spieler und motivieren mich, mich weiter zu verbessern. Also, danke."

Dank für seine größten Unterstützer

Wie es sich für eine Dankesrede gehört, gab es aber natürlich auch besonderen Dank an die Eltern: "Ich muss meiner Mutter und meinem Vater danken. Ihr seid mit mir durch ganz England gereist. Ihr habt mir nie Druck gemacht, ihr habt es mir erlaubt, erfolgreich zu sein. Ich liebe euch!" Wenig überraschend war seine Mutter im Publikum zu Tränen gerührt.

Aber natürlich auch seine vier Kinder Ivy, Vivian, Louis und Henry wurden erwähnt. Ebenso wie seine Frau Katie, sein "bester Freund" und "größter Unterstützer". "Wir haben es geschafft", so Kane, denn sie habe sich selbst "geopfert, damit ich meine Träume erreiche".

Harry Kane mit seiner Frau Katie © IMAGO/ABACAPRESS

Leichte Pfiffe aus dem Publikum

Zudem gab es auch Worte für seinen langjährigen Klub Tottenham: "Ohne Tottenham wäre ich heute sicher nicht dort, wo ich bin. Ich war dort seit meinem elften Lebensjahr."

Mit einer Zeremonie mitten in London und der großen Rivalität zwischen den Klubs war eine Reaktion aber unvermeidbar: Einzelne Pfiffe waren aus dem Publikum bei der Erwähnung von den Spurs zu hören.

Arsenal-Legende Thierry Henry, als Moderator im Einsatz, konnte ein Lächeln nicht verhindern. Neben den Pfiffen gab es aber natürlich auch Applaus.