Am 13. Juni ging Leah S. morgens nahe dem Coogee Beach in Sydney schwimmen. Plötzlich attackierte sie ein Hai, mutmaßlich ein Weißer Hai. Das Tier verbiss sich in ihr Bein – und für die junge Mutter begann ein Kampf ums Überleben.
Während das Wasser um sie herum rot wurde, schoss ihr ein Gedanke durch den Kopf: Ihre kleine Tochter August könnte ohne ihre Mutter aufwachsen.
"Sie wird keine Mama mehr haben", dachte die 34-Jährige. Genau dieser Gedanke habe ihr die Kraft gegeben, weiterzukämpfen.
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Ärzte konnten ihren Arm nicht retten
Ein Rettungsschwimmer brachte die schwer verletzte Frau ans Ufer. Im Krankenhaus wurde Leah zeitweise in ein künstliches Koma versetzt und mehrfach operiert.
Ihren linken Unterarm konnten die Ärzte jedoch nicht retten.
Mehr als zwei Monate nach dem Angriff sprach die Lehrerin nun erstmals ausführlich über das traumatische Erlebnis. In der Sendung "60 Minutes Australia" schilderte sie die dramatischen Minuten unter Tränen.
"Ich werde sein Gesicht nie vergessen"
Besonders deutlich erinnert sich Leah an den Moment, in dem sie dem Hai ins Gesicht blickte. "Ich werde sein Gesicht nie vergessen. Es war ein Monster", sagte sie.
Trotz der schweren Verletzungen kämpft sich die Mutter inzwischen zurück in ihren Alltag. Sie sei dankbar für die Unterstützung, die sie nach dem Angriff von Familie, Freunden und zahlreichen Helfern erhalten habe.
Fast eine halbe Million Euro gesammelt
Auf der Spendenplattform GoFundMe kamen inzwischen fast eine halbe Million Euro für Leah und ihre Familie zusammen.
"Nach diesen unglaublich schwierigen Monaten bin ich so froh, dass ich Fortschritte gemacht habe, um wieder etwas Selbstständigkeit zu erlangen und ich nach all dem endlich wieder Licht am Horizont sehe", schrieb sie.
Der Hai-Angriff hat ihr Leben für immer verändert. Doch der Gedanke an ihre kleine Tochter gab Leah in den entscheidenden Minuten die Kraft, um ihr Leben zu kämpfen.