Royales-Wunder?

Neue Lunge für Mette-Marit: Darum ging es plötzlich so schnell

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Kronprinzessin Mette-Marit hat erfolgreich eine neue Lunge erhalten. Doch viele fragen sich jetzt: Warum bekam die schwer kranke Royal so schnell ein Spenderorgan?
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Erst am 5. Juni wurde öffentlich bekannt, dass die 52-Jährige wegen ihrer schweren Lungenfibrose auf der Warteliste für eine Lungentransplantation steht. Nur zwölf Tage später folgte bereits die lebensrettende Operation.

In sozialen Netzwerken sorgte das für Diskussionen. Einige fragten sich, ob die Kronprinzessin bei der Vergabe des Organs bevorzugt behandelt worden sein könnte.

Die Warteliste war kürzer als viele glauben

Tatsächlich sprechen mehrere Faktoren gegen einen "Royal-Bonus". Nach Angaben norwegischer Experten stand Mette-Marit offenbar bereits länger auf der Warteliste, als öffentlich bekannt war.

Zudem warteten zuletzt nur rund zehn Patienten auf eine Spenderlunge. In den vergangenen Monaten konnten mehrere Betroffene bereits erfolgreich transplantiert werden.

"Wie ein Lottogewinn"

Kronprinzessin Mette Marit von Norwegen und Kronprinz Haakon © Getty Images

Den Ausschlag gab letztlich offenbar eine Kombination aus Glück und medizinischer Dringlichkeit. Für eine Transplantation müssen Blutgruppe, Körpergröße und Gewebemerkmale exakt zusammenpassen.

Ein norwegischer Lungenspezialist bezeichnete die schnelle Organvergabe deshalb als "wie im Lotto". Besonders brisant: Die Spenderlunge könnte sogar aus einem anderen skandinavischen Land gekommen sein. Über das Netzwerk "Scandiatransplant" werden Organe zwischen Norwegen, Schweden, Dänemark, Finnland und Island vermittelt.

Schwere Krankheit entschied mit

Entscheidend dürfte auch Mette-Marits Gesundheitszustand gewesen sein. Ärzte hatten zuletzt von einer ernsten Lage gesprochen. Bereits beim norwegischen Nationalfeiertag Mitte Mai war die Kronprinzessin mit Sauerstoffschlauch zu sehen.

Bei der Organvergabe gilt grundsätzlich: Wer am dringendsten Hilfe benötigt, wird bevorzugt. "Wir priorisieren immer denjenigen, der am kränksten ist", erklärte ihr behandelnder Arzt.

Ob Glück, perfekte Übereinstimmung oder die dramatische Verschlechterung ihres Zustands – fest steht: Für Mette-Marit kam die lebensrettende Spenderlunge gerade noch rechtzeitig. Nun beginnt für die Kronprinzessin der wohl wichtigste Kampf: die Rückkehr ins Leben.