Wetter-Chaos

Neue Unwetter-Warnungen nach heftigen Gewittern

© APA/KEYSTONE/ARNO BALZARINI
Nach den Schäden durch eine Gewitterfront gestern bleibt das Wetter in Österreich angespannt. Aktuelle Unwetter-Warnungen prognostizieren neuen Starkregen, Hagel sowie Sturmböen.
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Heute warnen Meteorologen erneut vor einer brisanten Wetterlage. Die GeoSphere Austria gibt eine aktuelle Unwetter-Warnung aus. In einer schwül-heißen Luftmasse entstehen lokale Wärmegewitter, die von Starkregen, kleinem Hagel und Sturmböen begleitet werden.

Laut den Experten kann es punktuell zu Überschwemmungen kommen, auch Keller könnten überflutet werden. Als weitere mögliche Auswirkungen werden kleine Muren sowie lokal überflutete Straßen genannt. Zudem wird davor gewarnt, dass ein Blitzschlag zu Stromausfällen führen und Gebäude oder Bäume in Brand stecken kann.

Unwetterkarte von Österreich mit gelben und orangen Warnstufen und Gewitter-Symbolen. © GeoSphere Austria

Warnungen vor starken Gewitterzellen

Die Facebook-Seite "Skywarn Austria - Aktuelle Wetterwarnungen für Österreich" warnte am Nachmittag: "Die kräftigste Gewitterzelle des Landes liegt nun über dem Gurktal. Diese zieht langsam südwärts, ob sie das Glantal oder gar das Klagenfurter Becken erreicht, lässt sich noch nicht abschätzen. Es ist mit Starkregen, Hagel bis 3 cm und Sturmböen zu rechnen!" Weitere Gewitterzellen befanden sich im Mühlviertel, nördlich von Hartberg und südlich von Vöcklabruck. Am Abend können über den Bergen noch Gewitterzellen aktiv sein, bevor sich das Wetter allmählich beruhigt. Die Nacht verläuft bei 16 bis 22 Grad meist niederschlagsfrei.

Schwere Schäden am Samstag

Bereits am Samstag hatte eine massive Gewitterfront in mehreren Teilen des Landes für Feuerwehreinsätze gesorgt. In Kärnten gab es viel Regen in kurzer Zeit sowie starke Windböen, was rund 150 Einsätze auslöste. Laut der Landesalarm- und Warnzentrale (LAWZ) traf es besonders die Bezirke Spittal an der Drau, Villach-Land und Klagenfurt-Land. In Greifenburg kam es wegen umgestürzter Bäume kurzfristig zu einem Stromausfall, Personen kamen nicht zu Schaden. In Villach verzeichnete Hauptbrandmeister Alexander Scharf bis zum Abend rund 50 Einsätze durch vollgelaufene Keller und überflutete Unterführungen.

Zahlreiche Einsätze in der Steiermark

Auch in der Steiermark waren die Feuerwehren gestern stark gefordert. Im Feuerwehrverband Mürzzuschlag mussten nach Gewitterentladungen mit Starkregen Hangrutschungen gesichert und überflutete Keller ausgepumpt werden. In Graz führte ein massiver Regenguss zur Absage des Augartenfests. Wegen einer beschädigten Oberleitung in der Herrengasse blieben dort die Straßenbahnen stehen. Am Montag geht es vorerst hochsommerlich und sonnig weiter, bei Tageshöchsttemperaturen von 28 bis 35 Grad. Am Nachmittag steigt die Gewitterneigung über den Bergen in der Osthälfte sowie im Nordosten jedoch wieder teilweise deutlich an.