Spieler betroffen

Neuer Visum-Wirbel beim Iran

© APA/AFP/GUILLERMO ARIAS
Der Einreise-Wirbel um den Iran bei der Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko nimmt einfach kein Ende.
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Die Iran-Schikanen in den USA nehmen trotz des Friedens-Deals kein Ende. Nachdem es zuerst hieß, dass die Mannschaft eine Nacht in Los Angeles bleiben darf, ehe es am Dienstag zurück ins Team-Lager nach Mexiko geht, zogen die US-Behörden die Genehmigung nach dem Schlusspfiff gegen Neuseeland zurück.

Man musste, entgegen der Vereinbarung, das Land sofort wieder verlassen. Die Empörung bei den Verantwortlichen des Iran war enorm. Dennoch fügte man sich der Entscheidung. Doch kurze Zeit später kam die nächste Schock-Meldung.

Man muss in den kommenden WM-Gruppenspielen möglicherweise auf Offensivspieler Mehdi Torabi (31) verzichten. Wie die staatliche iranische Nachrichtenagentur Irna berichtete, wurde das Visum des 31-Jährigen nach der ersten Einreise in die USA zum Auftaktspiel gegen Neuseeland (2:2) für ungültig erklärt.

Einmaliges Visum

Der Hintergrund: Während den übrigen Nationalspielern ein Visum zur mehrmaligen Einreise in die USA ausgestellt wurde, hatte Torabi lediglich die Genehmigung für eine einzelne Einreise erhalten. Der iranische Verband hat nun bereits ein neues Visum beantragt, um Torabis Teilnahme an den nächsten zwei Spielen noch zu ermöglichen. Gegen Neuseeland war der Offensivmann noch nicht zum Einsatz gekommen.

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Der Visa-Entzug dürfte politische Gründe haben. Torabi gilt als äußerst regimetreu und unterstützt offen die iranischen Revolutionsgarden. Diese stehen in den USA auf der Terrorliste. Rein sportlich würde ein Ausfall nicht allzu schwer wiegen, doch für das ohnehin angespannte Verhältnis zwischen dem Iran und den USA bei dieser WM sorgt der Vorfall für weiteren Zündstoff.