Bitteres EM-Ende

Österreich verspielt 2:0-Führung und verliert 2:3 gegen Bulgarien!

Österreichs Volleyball-Frauen verpassten bei der EM in Brünn ihren ersten Sieg nur knapp. Trotz einer 2:0-Satzführung unterlag die Schwab-Truppe Bulgarien am Ende bitter mit 2:3.
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Österreichs Volleyball-Nationalteam der Frauen verabschiedet sich mit einem lachenden und einem weinenden Auge von der Europameisterschaft im tschechischen Brünn. Die Mannschaft von Teamchef Roland Schwab zeigte am Mittwoch im Exhibition Centre eine beherzte Leistung, verspielte gegen Favorit Bulgarien jedoch eine komfortable 2:0-Satzführung und verlor am Ende dramatisch mit 2:3 (24:26, 15:25, 25:15, 25:16, 15:4). Damit schließt Rot-Weiß-Rot die Gruppe B zwar als Schlusslicht ab, nimmt durch die zwei gewonnenen Sätze aber den allerersten Punktgewinn in der ÖVV-EM-Geschichte mit nach Hause.

ÖVV-Auswahl stürmt in Brünn zur Satzführung

Die Österreicherinnen knüpften nahtlos an die starke Leistung vom Vortag an und belohnte sich im ersten Durchgang nach hartem Kampf im Finish. Den zweiten Satzball verwerteten Kora Schaberl und Co. nervenstark zum 26:24. Im zweiten Abschnitt spielte das Team von Roland Schwab wie aus einem Guss. Mit druckvollem Service zogen die Österreicherinnen schnell davon und sicherten sich den Satz mit 25:15 spürbar ungefährdet. Die Sensation lag in der Halle von Brünn plötzlich greifbar nahe.

Bulgarien dreht EM-Krimi nach Satzrückstand

Ab dem dritten Durchgang riskierte die bulgarische Auswahl beim Service alles und brachte die rot-weiß-rote Annahme zunehmend ins Insittern. Die Österreicherinnen verloren komplett den Faden und mussten die Durchgänge drei und vier mit 15:25 und 16:25 abgeben. Im Entscheidungssatz dominierte der Favorit schließlich nach Belieben mit 15:4. "Dass wir dann überhaupt nicht mehr zurückkommen, ist uns zuzuschreiben. Wir haben nicht mehr daran geglaubt", zeigte sich Zuspielerin Dana Schmit nach dem Schlusspfiff tief enttäuscht über die verpasste Siegchance.

Wichtiger Punkt für die EM-Qualifikation 2028

Trotz des bitteren Spielverlaufs zog Teamchef Roland Schwab ein realistisches Fazit. Vor dem Turnier setzte es glatte 0:3-Niederlagen gegen Serbien, Tschechien und die Ukraine. Der eroberte Punkt hilft dem Team zudem in der Weltrangliste auf dem Qualifikationsweg für die Europameisterschaft 2028. Es war die vierte Teilnahme einer österreichischen Frauen-Auswahl bei einer EM-Endrunde, für die sich Rot-Weiß-Rot erstmals auf sportlichem Wege qualifiziert hatte.