Comeback

ÖSV-Star fährt nach Horror-Sturz mit Spenderknochen

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Nach zwei schweren Verletzungen kämpft sich Ricarda Haaser zurück. Erst jetzt erzählt die Tirolerin, mit welcher ungewöhnlichen Operation ihr Comeback gelang.
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Ricarda Haaser steht vor ihrem zweiten Comeback innerhalb von nur zehn Monaten. Beim Weltcup-Auftakt in Sölden (Sa., 24. Oktober, 10 Uhr /13 Uhr, live ORF 1) will die 33-jährige Tirolerin wieder im Riesentorlauf antreten. Was bislang kaum bekannt war: Nach ihrem schweren Sturz im Februar mussten Ärzte ihren beschädigten Schienbeinkopf mit einem Spenderknochen rekonstruieren.

»Den Schienbeinkopf hat es zerbröselt«

Wie schwer die Verletzung tatsächlich war, schilderte Haaser nun im Gespräch mit dem Kurier. "Den Schienbeinkopf hat es zerbröselt. Es war nicht mehr alles an Ort und Stelle", erzählte die ÖSV-Läuferin.

Die Verletzung hatte sie sich Ende Februar beim Super-G im andorranischen Soldeu zugezogen. Bei dem Sturz erlitt Haaser eine sogenannte Impressionsfraktur des Schienbeinkopfes. Dabei wurde der Knochen so stark beschädigt, dass eine aufwendige Operation notwendig war.

Mit Spenderknochen im Schienbeinkopf zurück auf die Piste: Ricarda Haaser überrascht mit ihrem frühen Comeback. © GEPA pictures

Für die Rekonstruktion griffen die Ärzte auf Spenderknochen zurück. Das zusätzliche Knochenmaterial diente dazu, den beschädigten Bereich wieder aufzubauen.

"Mit dem Spenderknochen haben die Ärzte das Loch gestopft und die Teile reingebastelt", beschrieb Haaser den Eingriff mit ihren eigenen Worten.

Zweites Comeback innerhalb von zehn Monaten

Für die Tirolerin war es bereits der zweite schwere Rückschlag binnen kurzer Zeit. Bei der Heim-WM 2025 in Saalbach-Hinterglemm hatte sie einen Kreuzbandriss erlitten und musste monatelang pausieren.

Kaum war die WM-Bronzemedaillengewinnerin von 2023 wieder im Weltcup angekommen, folgte der Sturz in Soldeu. Die neuerliche Verletzung warf sie erneut aus dem Rennbetrieb.

Dass sie nun schon wieder vor einem Weltcupstart steht, überrascht selbst Haaser.

"Keiner hat damit gerechnet, dass ich jetzt schon wieder fit bin", sagte die 33-Jährige.

Mit Startnummer über 40 zurück auf die Piste

Die lange Pause hat allerdings sportliche Folgen. Haaser ist in der Startliste deutlich zurückgefallen und muss beim Riesentorlauf in Sölden voraussichtlich mit einer Nummer jenseits der 40 ins Rennen gehen.

Damit wartet auf die routinierte ÖSV-Läuferin bei ihrer Rückkehr eine zusätzliche Herausforderung. Im Riesentorlauf können sich die Pistenverhältnisse mit zunehmender Startnummer verändern.

Haaser selbst lässt sich davon nicht abschrecken. "Ich habe die Erfahrung, ich kann auch von hinten nach vorne fahren", erklärte sie.

Für die Tirolerin ist Sölden damit nicht nur die Rückkehr in den Weltcup, sondern auch der erste Wettkampf seit der schweren Operation am Schienbeinkopf.