Hearing

ORF-Kandidatin Sagmeister tobt über Zulassungsblockade

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Ex-ORF-Journalistin Sonja Sagmeister will ORF-Chefin werden. Sie fordert, dass alle 13 Kandidaten zum Hearing zugelassen werden.

Am Donnerstag wählt der Stiftungsrat den oder die neue ORF-Generaldirektorin. 13 Bewerberinnen und Bewerber erfüllen laut dem Stiftungsrat die Anforderungen und können nun für ein Hearing am Wahltag eingeladen werden. Dafür braucht es allerdings die Nominierung von zumindest einem Stiftungsrat.

Sonja Sagmeister, die langjährige Wirtschaftsredakteurin des ORF kandidiert für den Posten, kritisiert diese "Zulassungsblockade" nun via Aussendung. Sie fordert, dass alle 13 Bewerberinnen und Bewerber, die in der ersten Auswahlrunde als geeignet beurteilt wurden, auch zum Hearing eingeladen werden.

Fragenkatalog an Lederer

Ein Ausschluss von Kandidaten vom Hearing würde den Auswahlprozess in ein schiefes Licht rücken. Sagmeister will nun vom "obersten Stiftungsrat", also dem Stiftungsratsvorsitzenden Heinz Lederer, wissen, was ihn zu der Personalauswahl für das ORF-Hearing befähige. Sie richtet nun einen Fragenkatalog mit sieben Fragen an Lederer.

Darunter findet sich auch eine Frage zum von Sagmeister vorgelegten Konzept für den ORF: "Wie kommt es dazu, dass gut informierte Kreise behaupten, Dr.in Sonja Sagmeister wäre nicht geeignet, weil ihr ORF- Konzept 'zu rudimentär' wäre?"

Sagmeister hält dem jedenfalls dagegen, dass ein Konzept laut Ausschreibung "erwünscht", aber kein Muss sei. Zudem sei ihr Konzept klar: "Gegen Postenschacher und für unabhängigen Journalismus". Seriöse Sparkonzepte könne man erst seriös erarbeiten, sobald der Rohbericht des Rechnungshofes aufliege.