Wirbel um Unterricht
"Puff für alle": Schüler sollten Bordell entwerfen
Achtklässler sollten im Rahmen einer Gruppenarbeit ein fiktives Bordell planen und gestalten – inklusive Angebot, Werbung und Preislisten.
"Freudenhaus der sexuellen Lebenslust" geplant
Wie mehrere Medien berichten, sollten die Schüler mit einer Art Business-Plan ein bestehendes Bordell modernisieren und daraus ein "Freudenhaus der sexuellen Lebenslust" machen.
Dabei ging es nicht nur um die Gestaltung der Räume. Die Jugendlichen sollten auch festlegen, welche Dienstleistungen angeboten werden, wer dort arbeitet und wie für das Bordell geworben werden soll. Sogar Hinweise auf Preislisten waren Teil der Aufgabe. Der Titel der Unterrichtseinheit: "Der neue Puff für alle".
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Eltern reagierten irritiert
Die Aufgabenstellung sorgte in der Schulgemeinde für Diskussionen. Eltern und Vertreter der Schulpflegschaft äußerten laut Berichten erhebliche Bedenken, ob ein solches Thema für Schüler der achten Schulstufe geeignet sei.
Schließlich beschäftigte der Fall auch die Politik und das nordrhein-westfälische Schulministerium.
Ministerium hält Aufgabe für ungeeignet
Das Ministerium stellte klar, dass Sexualerziehung an Schulen altersgerecht und pädagogisch sensibel erfolgen müsse. Unterrichtsmaterial müsse nicht nur fachlich richtig sein, sondern auch zur jeweiligen Altersgruppe passen und die Urteilsfähigkeit der Schüler fördern. "Diesen Anforderungen genügt das verwendete Material ,Der neue Puff für alle' eindeutig nicht", erklärte das Ministerium in seiner Stellungnahme.
Vorfall inzwischen aufgearbeitet
Nach Angaben des Ministeriums gingen mehrere Beschwerden zu dem Fall ein. Vergleichbare Vorfälle seien der Landesregierung bisher nicht bekannt. Die zuständige Bezirksregierung erklärte, der Vorfall sei mittlerweile innerhalb der Schulgemeinde aufgearbeitet worden.