Bei der Untersuchung stellten die Tierärzte fest, dass Hugo Teile einer Spielzeugpuppe verschluckt hatte. Ein Stück des Spielzeugs blieb am Übergang vom Magen zum Dünndarm stecken und führte letztlich zum Tod des Tieres.
Besonders tragisch: Nur zwei Tage zuvor hatten Pfleger bereits den beschädigten Körper der Puppe aus dem Becken gefischt. Vermutlich hatte ein Besucher das Spielzeug ins Gehege geworfen. Dass Hugo weitere Teile verschluckt hatte, war zu diesem Zeitpunkt nicht erkennbar.
Der Robbenbulle hatte weiterhin normal gefressen und keine auffälligen Symptome gezeigt. Eine Untersuchung unter Narkose kam bei dem älteren Tier wegen des damit verbundenen Risikos nicht infrage.
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Nicht der erste tödliche Vorfall
Hugo war die letzte Mähnenrobbe im Zoo der nordböhmischen Stadt. Seit 1975 werden dort Vertreter dieser Art gehalten.
Doch bereits früher kam es zu ähnlichen Fällen. 2009 verschluckte das Robbenmännchen Nico einen großen Stein, den ein Besucher ins Becken geworfen hatte. Das Tier überlebte die anschließende Notoperation nicht.
Bei einer Obduktion des Männchens Felix wurden rund 20 Jahre zuvor sogar 7,5 Kilogramm Fremdkörper in seinem Magen entdeckt.
Zoo will neue Tiere holen
Trotz Hugos Tod soll die Sanierung des Robbengeheges weitergehen. Der Zoo prüft zudem zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen.
Gleichzeitig laufen bereits Gespräche über die Anschaffung neuer Mähnenrobben. Wann die Tiere nach Liberec kommen könnten, ist noch offen.
Der Zoo richtet deshalb einen eindringlichen Appell an seine Besucher: Tiere dürfen weder gefüttert noch Gegenstände in ihre Gehege geworfen werden. Was für Besucher wie ein harmloser Spaß wirken mag, kann für die Tiere tödliche Folgen haben.