Gegen Irland
Rangnick baut um – diese neuen Stars drängen rein
Ralf Rangnick wird wieder umbauen. Nach sechs Änderungen beim 3:1 gegen den Kosovo kündigt der ÖFB-Teamchef auch für das Nations-League-Duell am Donnerstag in Dublin gegen Irland (20.45 Uhr, live ORF 1) Rotation "im größeren Stil" an. Dafür haben sich einige der neuen Gesichter nachdrücklich empfohlen.
"Wir werden im größeren Stil rotieren, ohne an Qualität zu verlieren", kündigte Rangnick an. Der Teamchef will damit auch die Lehren aus der WM und seinen ersten Nations-League-Spielen 2022 ziehen. Damals sei beim 0:2 in Dänemark am Ende "gar keine Power und gar kein Sprit mehr" vorhanden gewesen.
Diesmal soll das Energielevel hoch bleiben. "Nur ein bisschen Pressing, das funktioniert nicht", stellte Rangnick klar. Gegen den Kosovo habe es "fast 90 Minuten gescheppert".
Auch interessant
Affengruber schießt sich ins Rampenlicht
Einer der größten Gewinner ist David Affengruber. Anfang September wechselte der 25-Jährige zu Fulham, spielte in der Premier League bereits gegen Liverpool und Manchester United durch. Jetzt folgte sein nächster großer Auftritt.
Bei seinem ersten ÖFB-Startelf-Einsatz erzielte Affengruber gegen den Kosovo gleich sein erstes Länderspieltor und wurde zum "Man of the Match" gewählt. "Die letzten drei Wochen waren aufregend", sagte der Verteidiger.
Auch Nikolas Veratschnig nutzte seine Chance. Weil bei Phillipp Mwene im Abschlusstraining der Muskel zugemacht hatte, rückte er in die Mannschaft. Rangnick war angetan: "Er hat nicht gewirkt wie ein Debütant."
Dazu gehört Nicolas Zawieschitzky zu den neuen Gesichtern im ÖFB-Team. Der junge Keeper stand auch gegen den Kosovo im Tor.
Paul Wanner hat sich ebenfalls als neue Option im Zentrum etabliert, Carney Chukwuemeka brachte als Joker Tempo und krönte seinen Auftritt mit einem Treffer.
Und dann wäre da noch Vasilije Markovic. Der erst 18-jährige Austria-Profi feierte gegen den Kosovo sein A-Team-Debüt. "Ich kann es kaum in Gefühlen beschreiben. Es ist unglaublich, dabei zu sein in so jungen Jahren. Man kann nur davon träumen", sagte Markovic.
Auch Felix Bacher wartet noch auf seine Chance. Der erstmals einberufene Lyon-Verteidiger hat bisher keine ÖFB-Minute absolviert. Rangnick: "Das ist einer, bei dem man auch gespannt sein kann."
Rangnick schwärmt von Schlager
Während die Neuen nach vorne drängen, ist auch Xaver Schlager wieder ganz der Alte. Der neue Vizekapitän führte Österreich gegen den Kosovo erstmals mit der Schleife aufs Feld und leitete das 2:0 mit einem Sololauf vom eigenen Strafraum ein.
"Das ist der Xaver, den wir brauchen", sagte Rangnick. Schlager sei bereits gegen Israel gut gewesen und habe nun "nochmal einen draufgesetzt".
Welche Mischung Rangnick in Dublin wählt, ist offen. Philipp Lienhart soll zumindest wieder im Spieltagskader stehen, ein Startelf-Einsatz sei laut Teamchef "auch gut möglich". Bei Wanner hofft Rangnick nach einem kleinen Stich am Fußgewölbe ebenfalls auf einen Einsatz.
Irland geht mit Selbstvertrauen ins Duell: Die Mannschaft von Heimir Hallgrimsson besiegte Israel am Sonntag in Debrecen mit 3:0. Rangnick erwartet in Dublin eine "heiße Atmosphäre" – und will mit frischen Kräften dagegenhalten.