Scharfe Kritik
Rangnick: Vernichtendes Urteil für WM-VAR
Dass deren Einsatz im bisherigen Turnierverlauf "nicht sehr einheitlich gehandhabt" werde, sei schade. "Schade ist noch vorsichtig ausgedrückt", sagte Rangnick am Freitag vor Österreichs Gruppenfinale in Kansas City gegen Algerien. Der Deutsche vermutete eine leichte Bevorzugung von Teams mit großen Namen.
"Mir ist es ein Rätsel, wenn man einen VAR hat, das Foul an Xaver nicht als Foul zu sehen", erinnerte Rangnick noch einmal an die Entstehung des ersten Treffers von Lionel Messi bei Österreichs 0:2 gegen Argentinien. Auch Deutschlands Führungstor am Donnerstag beim 1:2 gegen Ecuador zählte, obwohl in der Entstehung ein hohes Bein von Aleksandar Pavlovic vorgelegen war.
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"Da wünsche ich mir schon, dass die VARs wirklich ihr Amt ausüben", betonte Rangnick. Und zwar unabhängig davon, ob Deutschland, Argentinien oder sonst jemand beteiligt sei. Rangnick: "Im Moment drängt sich so ein kleines bisschen der ungute Verdacht auf, dass man sich in solchen Situationen nicht immer getraut, gegen die vermeintlich größere Nation die Entscheidung zu treffen, die man eigentlich hätte treffen müssen."
Friedliche Fans
Die Stimmung, die die Fans beim Turnier verbreiten, dagegen begeistert Rangnick. "Das ist etwas ganz Besonderes, das gibt es nur bei einer WM und einer EM." Der Teamchef, der am Montag seinen 68. Geburtstag feiert, hob den "friedlichen Umgang" der Fans untereinander hervor. "Ich habe noch keinen einzigen Fall gesehen, wo es Schmähgesänge gegeben hat oder Feindseligkeiten. Es gibt keine Pyrotechnik. All diese Dinge finde ich großartig."
Es sei eine andere Art von herzlicher Unterstützung zu spüren, erklärte Rangnick. "Da können sich zum Beispiel die deutsche Bundesliga, aber auch die österreichische erste Liga mal ein paar Scheiben abschneiden."
Superstars bisher überzeugend
Es ist auch ein Turnier, in dem die Topstars bisher überzeugen. Messis Genialität haben die Österreicher bereits am eigenen Leib verspürt. Der mittlerweile 39-Jährige hat alle fünf bisherigen WM-Tore Argentiniens erzielt. Frankreichs Kylian Mbappe und Ousmane Dembele halten ebenso wie Norwegens Erling Haaland und Brasiliens Vinicius jr. bei je vier Toren. Auch Portugals Altstar Cristiano Ronaldo hat schon zweimal getroffen.
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"Das sind überragende Spieler und es wundert mich auch nicht, dass sie so performen, wie sie performen", sagte ÖFB-Teamspieler Konrad Laimer. Wenn man gegen sie spiele, wolle man das nicht haben. "Aber dass alle sehr, sehr hohe Qualität haben, wissen wir alle. Das zeigen sie schon über Jahre." Auch Laimers Bayern-Kollegen Harry Kane (ENG) und Michael Olise (FRA) haben bereits Spieler-des-Spiels-Trophäen eingeheimst. "Wir haben einen wirklich guten Kader bei Bayern München", meinte der Salzburger. "Sie verdienen es alle."