Auf dem Platz gewinnt Portugal, auf Instagram laufen der Nationalmannschaft die Follower davon. Nach Cristiano Ronaldos Abreise aus dem Teamcamp meldet Cadena SER einen Rückgang von rund 25 auf 23,9 Millionen Abonnenten. Auch die britische Sun berichtet von einem Minus von etwa 1,1 Millionen innerhalb von rund 24 Stunden.
Der Superstar fehlt, der Wirbel um ihn nicht. Selbst nach dem 4:2 am Donnerstag in Kopenhagen gegen Dänemark musste sich Teamchef Jorge Jesus wieder Fragen zum Umgang mit seinem Kapitän stellen.
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Jesus bereut nichts
Ob er seine Aussagen zu Ronaldos Sonderstatus zurücknehmen würde? Jesus verneinte. Große Verdienste hin oder her: Die Regeln müssten für alle Spieler gleich sein. Diesen Grundsatz werde er auch für seinen berühmtesten Profi nicht ändern.
Als sportliche Abrechnung mit dem abgereisten Ronaldo wollte der Trainer den Sieg allerdings nicht verstanden wissen. Jesus verwies auf die Qualität seiner Mannschaft und ihre Entwicklung. Drei Spiele, drei Siege – so lautet seine bisherige Bilanz als portugiesischer Teamchef.
Ronaldos Sieben hat schon einen neuen Träger
Auf dem Rasen übernahm Rafael Leão das Trikot mit der berühmten Nummer. Der Milan-Profi bezeichnete es gegenüber SPORT TV als Ehre, mit der Sieben aufzulaufen. Ronaldo sei ein Freund, der sich seiner Überzeugung nach über den Sieg freue.
Auch Tore gelangen Portugal ohne den Rekordschützen reichlich. João Cancelo traf früh zur Führung (13.), Gonçalo Ramos legte das 2:1 nach (25.). Dänemark hielt durch Mikkel Damsgaard (23.) und Rasmus Højlund (53.) zweimal dagegen. Erst Vitinha (67.) und João Félix (87.) machten den portugiesischen Erfolg perfekt.
Erst auf der Bank, dann abgereist
Ronaldo hatte das Teamcamp am vergangenen Mittwoch verlassen. Zuvor war der 41-Jährige beim Sieg gegen Norwegen ohne Einsatz geblieben. Auch für das Dänemark-Spiel hatte Jesus zunächst Gonçalo Ramos im Sturm vorgesehen.
Anschließend meldete sich CR7 auf Instagram. Er verwies auf die Pressekonferenz seines Trainers und ein Gespräch mit Verbandspräsident Pedro Proença. Seine Gründe für die Abreise werde er den Portugiesen zu gegebener Zeit erklären.