Mo., 21 Uhr

Ronaldo will Karriere nach Spanien-Hit fortsetzen

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"Die Champions sind zurück", hat die Sportzeitung AS nach Spaniens überzeugendem 3:0-Erfolg gegen Österreich getitelt.
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Nun wartet auf die wiedererstarkte "Roja" im Kampf um den Viertelfinaleinzug bei der Weltmeisterschaft am Montag (ab 21 Uhr im oe24-LIVE-TICKER) der iberische Nachbar Portugal. "Wir müssen weiter wachsen, aber wir haben vor niemandem Angst. Wir sind Spanien", sagte Lamine Yamal, für den es in Dallas auch zum Generationenduell mit Cristiano Ronaldo kommt.

Denn als der portugiesische Superstar bei der WM 2006 in Deutschland auf der WM-Bühne debütierte, war Spaniens Superdribbler noch nicht einmal auf der Welt. "Es ist natürlich eine Ehre, gegen Cristiano zu spielen", erklärte Lamine Yamal vor seinem zweiten Duell mit dem 41-jährigen Torjäger. Die volle Konzentration liege aber darauf, das Spiel zu gewinnen und eine Runde weiterzukommen.

Rückkehr des Titelkandidaten

Rechtzeitig zu Beginn der K.o.-Phase fanden Lamine Yamal und seine Teamkollegen nach einer holprigen Gruppenphase zur Form. Beim souveränen Sieg gegen Österreich zeigte die Mannschaft von Teamchef Luis de la Fuente erstmals wieder jene Qualitäten, die sie 2024 zum Europameister gemacht hatten. In Spanien war in den Gazetten anschließend von der Rückkehr des Titelkandidaten die Rede.

Seit mittlerweile 35 Länderspielen ist "La Roja" ungeschlagen, der Traum vom zweiten WM-Titel nach 2010 lebt mehr denn je. Doch mit Portugal wartet nun ein Gegner, der der spielerischen Klasse der Spanier in vielen Mannschaftsteilen Paroli bieten kann und das letzte K.o.-Duell für sich entscheiden konnte. Im Finale der Nations League im Vorjahr setzte sich die portugiesische Selecao nach einem 2:2 im Elfmeterschießen durch.

Ronaldos Rolle wird diskutiert

Im bisherigen Turnierverlauf konnten Ronaldo und Co. der hohen Erwartungshaltung noch nicht vollends gerecht werden. In der Gruppe musste man sich hinter Kolumbien anstellen, das folgende 2:1 gegen Kroatien im Sechzehntelfinale löste in der Heimat eher Erleichterung als Begeisterung aus. Das hochgelobte Mittelfeld mit Vitinha, Joao Neves und Bruno Fernandes konnte bisher nur zu selten glänzen, auch Ronaldos Rolle wird trotz seiner drei Turniertore immer wieder diskutiert.

Unterstützung erhielt "CR7" von Portugals Ex-Star Luis Figo. "Es ist offensichtlich, dass einige Spieler Cristiano nicht im Team haben wollen. Vielleicht denken sie, dass er sie bremst", sagte der Ex-Profi von Barcelona und Real Madrid. Ronaldo habe Portugal über Jahre auf Schultern getragen und verdiene Respekt. "Als Cristiano zum ersten Mal in die Nationalmannschaft berufen wurde, respektierte er alle älteren Spieler. Bei den jetzigen Burschen ist das anders. Aber was haben die erreicht? Nichts."

Auch Portugals Teamchef Roberto Martinez äußerte sich deutlich. "Wir reden hier vom größten Spieler der Geschichte. Er ist hier, weil er immer noch auf dem höchsten Level abliefert und nicht, weil er in der Vergangenheit viel erreicht hat." Dennoch machten nach dem schwachen 1:1 gegen die DR Kongo im ersten WM-Spiel Gerüchte die Runde, in der Mannschaft stimme die Harmonie nicht - wegen Ronaldo. "Wir haben in der Kabine eine exzellente emotionale Balance. Jeder ist sich seiner Verantwortung bewusst und hat sich hohen Standards verschrieben", sagte Martinez.

"CR7" gelang bei WM 2018 gegen Spanien Dreierpack

Zumindest ein Blick in die Vergangenheit lässt Ronaldo auf eine Galavorstellung hoffen. Bei der WM 2018 gelang dem Portugiesen beim 3:3 gegen Spanien sein bisher einziger Dreierpack auf der größten Bühne des Weltfußballs. Nun will der Angreifer erneut zuschlagen und seine Geschichte bei Weltmeisterschaften um ein weiteres Kapitel verlängern.