Ärger vor Gericht
Rückschlag für ÖFB-Star Laimer kurz vor WM
Der ÖFB-Kicker wollte ein direkt am Wasser gelegenes Seegrundstück im oberösterreichischen Mondsee erwerben. Doch daraus wird nichts mehr: Der Traum vom eigenen Konrad Laimer Bootshaus ist offiziell geplatzt.
Gebäude deutlich zu groß
Das betroffene Objekt steht auf dem Gelände des Alpenseebads und gehört dem privaten Betreiber einer Wasserskischule. Der Bürgermeister von Mondsee hatte allerdings schon vor einem Jahr einen klaren Abrissbescheid erlassen und damit einen potenziellen Verkauf blockiert. Grund für den harten Schritt waren massive Abweichungen von der ursprünglich erteilten Baubewilligung. Der Eigentümer wollte die Entscheidung nicht akzeptieren und zog vor das Landesverwaltungsgericht – allerdings ohne Erfolg. Die Richter stellten nach einem Lokalaugenschein fest, dass das Bauwerk deutlich größer gebaut wurde als damals erlaubt.
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Keine nachträgliche Genehmigung
Durch die gravierenden Änderungen handelt es sich rein rechtlich um ein völlig anderes Gebäude. Die alte Baubewilligung ist damit erloschen, weshalb für den aktuellen Bau keine gültige Erlaubnis vorliegt. Dazu kommen noch weitere Mängel. Das Gericht stellte unmissverständlich klar: "Aufgrund der Widmungswidrigkeit kommt auch die nachträgliche Erwirkung einer Baubewilligung nicht in Betracht." Das Gebäude muss deshalb innerhalb von sechs Monaten komplett abgerissen werden.
Letzter Versuch vor Höchstgericht
Während das Thema für den Fußballer erledigt ist und er das Konrad Laimer Bootshaus definitiv nicht kaufen kann, will der jetzige Besitzer noch nicht aufgeben. Dem Eigentümer bleibt noch die Option, eine Beschwerde beim Verfassungsgerichtshof einzubringen oder eine außerordentliche Revision beim Verwaltungsgerichtshof einzureichen. Diese juristischen Wege möchte er laut Medienberichten auch tatsächlich nutzen. Der illegale Bau reiht sich ein in eine jahrelange Debatte über zahlreiche Bootshäuser in Oberösterreich, die ohne korrekte Pläne errichtet wurden.