Neuer Unterricht
Schulen lehren jetzt: Sex-Würgen ist eine Straftat
Hintergrund ist die Sorge, dass immer mehr Jugendliche über das Internet mit frauenfeindlichen Ideologien und einem verzerrten Bild von Sexualität in Kontakt kommen. Der neue Lehrplan richtet sich an 14- bis 15-Jährige und ist Teil des überarbeiteten Unterrichtsfachs "Relationships, Sex and Health Education" (RSHE).
Fokus auf Grenzen und Einverständnis
Ein zentraler Bestandteil des Unterrichts ist das Thema Zustimmung beim Sex. Schülerinnen und Schüler lernen, dass persönliche Grenzen jederzeit respektiert werden müssen und dass bestimmte Praktiken – etwa das Würgen oder Ersticken beim Sex – strafbar sein können. Außerdem soll vermittelt werden, dass eine behauptete Zustimmung des Gegenübers vor Gericht nicht automatisch vor einer Strafbarkeit schützt.
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Warnung vor frauenfeindlichen Online-Inhalten
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der sogenannten Manosphere und der Incel-Kultur. Die Jugendlichen sollen lernen, problematische Rollenbilder, Frauenhass und manipulative Inhalte im Internet zu erkennen und kritisch zu hinterfragen.
Auch toxische Verhaltensweisen in Beziehungen, etwa das heimliche Kontrollieren des Handys des Partners oder sogenanntes Gaslighting, werden im Unterricht behandelt.
Pflicht an allen Schulen
Nach Angaben der britischen Regierung werden die neuen Unterrichtsinhalte ab September an allen Schulen verpflichtend eingeführt. Ziel ist es, schädliche Mythen über Beziehungen und Sexualität frühzeitig zu bekämpfen und Gewalt gegen Frauen und Mädchen langfristig zu reduzieren.