Fünf Jahre, sieben Grand-Slam-Titel und eine Weltkarriere später ist Carlos Alcaraz zurück in Wien. Als blutjunges Riesentalent mit gerade einmal einem Turniersieg im Gepäck betrat der Spanier einst die Stadthalle, heute zählt der 23-Jährige zu den größten Stars des Welttennis. Bei seiner zweiten Teilnahme an den Erste Bank Open will er nun die Fans verzaubern. Zum Auftakt wartet am Dienstag (ab ca. 14.30 Uhr, HIER im Sport24-Liveticker) mit dem Russen Karen Chatschanow eine anspruchsvolle Hürde. Sollte Jurij Rodionov weiterkommen, könnte es in Runde zwei zum Duell mit dem Österreicher kommen.
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Wie rasant seine Karriere Fahrt aufgenommen hat, wurde Alcaraz beim Blick zurück selbst bewusst. "Fünf Jahre können nichts sein, aber es war eine wirklich lange Reise für mich", sagte er. Stolz auf seine Erfolge sei er allemal, seine Begeisterung für den Sport habe er aber nie verloren: "Ich bin immer noch derselbe Kerl mit den gleichen Träumen."
Die großen Duelle fehlen
Ganz nach Wunsch verlief das Jahr allerdings nicht. Eine Handgelenksverletzung setzte Alcaraz rund viereinhalb Monate außer Gefecht, dazu blieben die großen Duelle mit Jannik Sinner, Alexander Zverev und Novak Djokovic rar. Gerade diese Vergleiche vermisst der Spanier: "Die Art, wie dich diese Spieler pushen, ist anders. Wenn du gegen sie spielst, weißt du, woran du noch arbeiten musst."
Während Alcaraz pausieren musste, nutzte Zverev die Gelegenheit und rückte der Nummer eins näher. Für den Spanier wäre das mehr als verdient. Der Deutsche habe Konstanz, körperliche Stärke und spielerische Klasse vereint.
Wien als Weg zurück zur Bestform
Nun will Alcaraz selbst wieder angreifen. Ein Anruf von Turnierdirektor Herwig Straka überzeugte ihn von der Wien-Teilnahme. Nach der langen Pause fehlt noch die Matchpraxis: "Ich fühle, ich bin noch ein bisschen weg und möchte Schritt für Schritt näherkommen." Die starke Besetzung kommt ihm dabei gelegen. "Es ist eine wichtige Woche für mich."
Und wer weiß: Vielleicht mündet die Mission Stadthalle in ein Traumfinale gegen Zverev. Zunächst aber muss Alcaraz gegen Khachanov liefern – und zeigen, dass Wien tatsächlich zum Startschuss für seine Rückkehr zur Topform wird.