Achtung
Sie buchen Ihren Urlaub immer Last Minute? Hier sollten Sie auf keinen Fall hin
Es gibt zwei Arten von Urlaubern: Diejenigen, die ihre Reise schon an Weihnachten für den kommenden Sommer durchplanen und die, die am Dienstagabend ihren Flug buchen, um am Mittwochmorgen in den Urlaub zu fliegen. Doch Vorsicht: Nicht jedes Reiseziel eignet sich für einen spontanen Urlaub. Wer eines der folgenden Reiseziele ins Auge fasst, sollte den "Buchen"-Button daher lieber schon Monate im Voraus drücken.
Hier lohnt es sich, frühzeitig zu buchen
Japan (Besonders zur Kirschblütenzeit)
Japan boomt! Wer im Frühjahr (März/April) zur "Sakura" (Kirschblüte) oder im Herbst spontan nach Tokio fliegen will, erlebt eine böse Überraschung. Last-Minute-Direktflüge durchbrechen oft die 1.200- bis 1.500-Euro-Grenze. Zudem sind die beliebten und bezahlbaren "Ryokans" (traditionelle japanische Gasthäuser) Monate im Voraus ausgebucht. Übrig bleiben nur überteuerte Luxushotels oder winzige, fensterlose Kapsel-Zimmer weit außerhalb der Zentren.
Afrika-Safaris (Botswana, Kenia, Tansania)
Wer träumt nicht von den "Big Five" in der Serengeti oder im Okavango-Delta? Die exklusiven Camps und Lodges haben oft nur 6 bis 12 Zelte. Wer spät dran ist, muss nehmen, was übrig bleibt und das sind in der Regel entweder die teuren High-End-Luxus-Lodges (für mehrere Tausend Euro pro Nacht) oder sehr schlecht gelegene Camps. Zudem müssen lokale Buschflieger lange im Voraus koordiniert werden.
Malediven und Seychellen
Auf diesen Trauminseln blockieren Honeymooner die erschwinglicheren Beach-Villen schon ein Jahr im Voraus. Wenn Sie Last Minute buchen, sind oft nur noch die absoluten Premium-Wasser-Bungalows übrig.
Island im Hochsommer
Island hat außerhalb von Reykjavik eine sehr stark begrenzte touristische Infrastruktur. Wer im Juli oder August Last Minute bucht, stellt fest, dass fast alle bezahlbaren Mietwagen weg sind. Die restlichen SUVs kosten schnell ein halbes Vermögen. Bei den Unterkünften ist es noch dramatischer: Wenn alles ausgebucht ist, zahlen Sie für ein einfaches Zimmer mit Gemeinschaftsbad Preise, für die Sie woanders in ein 5-Sterne-Resort einchecken könnten.
Zutritt nur mit Genehmigung
Einige der spektakulärsten Weltnaturerben vertragen keinen Massentourismus. Die Regierungen haben deshalb strikte Obergrenzen eingeführt. Spontan anreisen? Keine Chance.
Patagonien (Chile & Argentinien)
Das Ende der Welt ist extrem begehrt. Reiseexperten raten mittlerweile dazu, einen Trip in den Torres del Paine Nationalpark oder zum Perito Moreno Gletscher 7 bis 12 Monate im Voraus zu buchen, da die wenigen Unterkünfte im Nationalpark schnell ausgebucht sind.
Der Inka-Trail nach Machu Picchu (Peru)
Wer die 4-Tages-Wanderung zur verlorenen Inkastadt antreten will, muss sich früh darum kümmern. Die peruanische Regierung vergibt nur 500 Lizenzen pro Tag und darin sind die Träger und Guides bereits enthalten. In der Hauptsaison sind diese Permits oft schon ein halbes Jahr im Voraus vergriffen.
Gorilla-Trekking (Ruanda & Uganda)
Einmal einem echten Silberrücken im Regenwald in die Augen schauen, ein echtes Bucket-List-Erlebnis. Die stark limitierten Permits sind begehrt und in der Regel Monate im Voraus ausgebucht.
Gesundheit geht vor
Für eine Reise an den Gardasee reicht etwas Sonnencreme. Wenn Sie jedoch spontan in den Amazonas (Brasilien, Peru) oder auf eine Safari in bestimmte zentralafrikanische Staaten wollen, haben Sie ein medizinisches Problem. Viele dieser Länder verlangen bei der Einreise eine Gelbfieberimpfung. Der Haken: Die Impfung muss laut WHO spätestens 10 Tage vor der Einreise erfolgen, damit sie als gültig anerkannt wird. Zudem bekommt man Termine bei Tropenmedizinern für spezielle Malaria-Prophylaxen oder Impfberatungen oft nicht von heute auf morgen. Wer ungeimpft am Flughafen auftaucht, wird direkt am Schalter wieder nach Hause geschickt.