Ohne Fernreise

Hier sieht Europa plötzlich aus wie die Karibik

Klares Meerwasser teilt das Bild: felsige Küste oben, Schwimmer-Schatten unter Wasser unten.
© Getty Images
Türkisblaues Wasser, puderzuckerweißer Sand und kleine Buchten: Für dieses karibische Feeling müssen Sie nicht zwölf Stunden im Flugzeug sitzen. Diese Strände liegen mitten in Europa.
OE24 auf Google bevorzugen

Die Karibik hat einen ziemlich eindeutigen Look: türkisblaues, kristallklares Wasser, heller Sand und kleine Buchten, die aussehen, als wären sie direkt aus einer Urlaubswerbung ausgeschnitten worden. Doch dafür muss man nicht unbedingt über den Atlantik fliegen. Auch Europa hat einige Strände, bei denen man kurz überlegen muss, ob man tatsächlich noch im Mittelmeerraum ist. Von Sardinien über Korsika bis nach Griechenland und Spanien: Das sind einige der schönsten "Karibik-Ecken" Europas.

Sardinien: Cala Mariolu

Luftaufnahme des Strandes Cala Mariolu mit türkisblauem Wasser und Felsen in Sardinien.
uftaufnahme des Strandes Cala Mariolu mit türkisblauem Wasser und Felsen in Sardinien. © Getty Images

An der zentralen Ostküste Sardiniens liegt Cala Mariolu im Golf von Orosei. Die kleine Bucht ist von hohen Felsen umgeben und fällt vor allem durch ihr intensiv türkis- und smaragdgrünes Wasser auf. Dazu kommen kleine weiße und rosafarbene Kieselsteine, die der Bucht ihren besonderen Look geben. Ganz einfach ist die Anreise allerdings nicht und genau das gehört zum Charme. Cala Mariolu ist per Boot erreichbar oder über einen anspruchsvollen Wanderweg. Wer das typische Karibikfoto möchte, muss sich den Platz also ein bisschen verdienen. An Sardiniens Südküste liegt außerdem Tuerredda, ein Strand mit hellem Sand, ruhigem, kristallklarem Wasser und türkis- bis smaragdgrünen Farbtönen. Selbst Sardiniens Tourismusbehörde bezeichnet die Gegend als eine "karibische Ecke" im Süden der Insel.

Korsika: Rondinara

Luftaufnahme des Rondinara-Strandes auf Korsika mit türkisblauem Wasser und Segelbooten.
Luftaufnahme des Rondinara-Strandes auf Korsika mit türkisblauem Wasser und Segelbooten. © Getty Images

Korsika kann locker mit den klassischen Karibikbildern mithalten. Ein besonders spektakuläres Beispiel ist Rondinara im Süden der Insel, rund 18 Kilometer nördlich von Bonifacio. Die Bucht ist beinahe perfekt rund geformt und wird von zwei Landzungen geschützt. Dadurch bleibt das Wasser vergleichsweise ruhig und leuchtet in intensivem Türkis. Der feine Sand fällt sanft ins Meer ab. Und wer schon in der Gegend ist, sollte unbedingt Bonifacio besuchen. Die auf spektakulären Kalksteinfelsen thronende Stadt und die nahegelegenen Lavezzi-Inseln machen aus einem Strandtag gleich einen ganzen Urlaubstag.

Formentera: Llevant statt Ibiza-Party

Blick auf die Bucht Cala Saona auf Formentera mit türkisblauem Wasser und Segelbooten.
Blick auf die Bucht Cala Saona auf Formentera mit türkisblauem Wasser © Getty Images

Formentera ist zwar kein Geheimtipp mehr, aber landschaftlich kommt die kleine Baleareninsel dem Karibik-Versprechen wohl besonders nahe. Die offizielle Tourismusseite beschreibt die Insel selbst mit weißem Sand und türkisblauem Wasser; auch der offizielle Strandführer vergleicht die Strände ausdrücklich mit der Karibik. Wer dem berühmten Ses Illetes ausweichen möchte, sollte sich Llevant ansehen. Der lange Strand liegt ebenfalls auf der Trucadors-Halbinsel und bietet feinen weißen Sand und kristallklares Wasser, ist aber weniger bebaut. Noch schöner: Bei Cala Saona trifft türkisfarbenes Wasser auf rote Felsen und eine kleine, geschützte Bucht. Gerade zum Sonnenuntergang ist die Kulisse spektakulär.

Elafonisi, Kreta: Rosa Sand inklusive

Strand mit rosa Sand und türkisblauem Wasser in Elafonissi auf Kreta, Griechenland.
Strand mit rosa Sand und türkisblauem Wasser in Elafonissi auf Kreta, Griechenland. © Getty Images/iStockphoto

Jetzt wird es richtig tropisch: Elafonisi liegt im Südwesten Kretas, rund 80 Kilometer von Chania entfernt. Die flache Lagune mit türkisfarbenem Wasser und rosa schimmerndem Sand gehört zu den ungewöhnlichsten Stränden Europas. Das seichte Wasser ist stellenweise nur etwa einen halben Meter tief, perfekte Bedingungen also, wenn man gemütlich durchs Wasser waten möchte. Und wer es etwas ruhiger mag, geht weiter Richtung Kedrodasos. Dort führen Sanddünen bis an die Küste und alte Zedern sorgen für eine fast unberührte Atmosphäre.

La Pelosa, Sardinien: Das Wasser sieht wirklich unecht aus

Luftaufnahme des Strands La Pelosa auf Sardinien mit türkisfarbenem Wasser und Badenden.
Luftaufnahme des Strands La Pelosa auf Sardinien mit türkisfarbenem Wasser und Badenden. © Getty Images

Noch einmal Sardinien. Diesmal ganz im Nordwesten. La Pelosa bei Stintino ist einer dieser Strände, bei denen die Fotos fast zu schön aussehen, um echt zu sein. Feiner weißer Sand, extrem flaches Wasser und Farbtöne von Hellblau über Türkis bis hin zu tiefem Blau machen den Strand zu einer der bekanntesten Tropenkulissen Europas. Felsformationen und die Inseln Piana und Asinara schützen die Bucht außerdem vor dem offenen Meer. Der Nachteil: La Pelosa ist längst kein Geheimtipp mehr. Wer einen ruhigeren Strand sucht, findet in der Region aber zahlreiche weitere Buchten.

Die europäische Karibik gibt es also wirklich

Natürlich wird das Mittelmeer nicht plötzlich zum karibischen Meer. Die Kombination aus hellem Sand, kristallklarem Wasser, geschützten Buchten und mediterraner Landschaft erzeugt aber an vielen Orten genau dieses Urlaubsgefühl.

Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden