Frist läuft ab
So erhalten Card-Complete-Kunden ihr Geld zurück
Jahrelang haben Nutzer von Visa, Mastercard und Diners Club zu hohe Gebühren an den Kreditkartenanbieter Card Complete gezahlt. Anfang des Jahres gewann die Arbeiterkammer (AK) eine Klage gegen das Unternehmen, wodurch dieses das Geld zurückzahlen muss. Über ein Online-Formular bei Card Complete können Betroffene einen Antrag stellen. Jedoch, wie "Der Standard" berichtet, kommt es nun zu Verzögerungen bei der Rückerstattung.
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Auf die Rückzahlung haben jene Personen Anspruch, die mit ihrer Kreditkarte in einer fremden Währung gezahlt oder abgehoben haben, wie etwa im Urlaub. In diesen Fällen verrechnete Card Complete ein Entgelt in der Höhe von 1,5 Prozent oder 1,65 Prozent des Zahlungsbetrags. Zusätzlich kassierte das Unternehmen über Abschläge beim Wechselkurs mit. Somit zahlten Kunden eine doppelte Gebühr für die einzelne Transaktion. Die AK klagte gegen diese Methode, und der Oberste Gerichtshof (OGH) gab ihr Recht. Die Doppelverrechnung sei "intransparent" und somit unzulässig.
Rückerstattung wird dauern
Diners-Club-Kunden können die Gebühren im Zeitraum bis zum 1. März 2015 zurückverlangen, bei Visa- und Mastercard-Kreditkarten bis zum 1. August 2018. Das Geld soll entweder per Gutschrift auf das Kartenkonto oder als Überweisung auf ein Girokonto erstattet werden, so die Arbeiterkammer. Aber die Betroffenen müssen schnell reagieren. Die Rückerstattung kann nur noch bis zum 1. August 2026 beantragt werden. Auf der Webseite von der Arbeiterkammer stehen weitere Informationen zu der Causa zur Verfügung.
Bis zur tatsächlichen Rückerstattung müssen Betroffene noch warten. Antragsteller haben die Mitteilung erhalten, dass sie weitere Informationen bis zum 30. September nachreichen müssen. Im Dezember erfahren sie, ob sie einen Anspruch haben.
Verspätung wegen hohen Bearbeitungsaufwand
Gegenüber dem "Standard" erklärt Card Complete: "Aufgrund des sehr hohen Bearbeitungsaufwands seitens Card Complete wurden mit der Arbeiterkammer neue Fristen für die Prüfung, Information und Auszahlung akkordiert, um eine bestmögliche Abwicklung für die Kund:innen zu garantieren. Wir verstehen die damit verbundenen Unannehmlichkeiten wegen einer längeren Bearbeitungsdauer, möchten jedoch darauf hinweisen, dass die korrekte Abwicklung der Anträge für uns oberste Priorität hat." Die genaue Anzahl der Betroffenen ist unbekannt. Das Unternehmen will proaktiv die Kunden im Dezember 2026 informieren, wann sie ihr Geld zurückbekommen.
Ebenfalls äußert sich die Arbeiterkammer in einer Stellungnahme zu dem Fall. Ihr hat Card Complete zugesagt, dass "die Probleme bei der Abwicklung durch verstärkten Kundensupport und genauere Informationen an die Antragsteller:innen beseitigt werden". Die Verzögerung resultiert aus dem hohen Bearbeitungsaufwand bei Card Complete und sei unerwartet komplex. Christian Prantner von der AK Wien betont: "Natürlich: Die Ansprüche bleiben zu 100 Prozent bestehen, und wir haben ein Auge darauf, dass alles korrekt abläuft."