Seine Rückfahrt führte den Urlauber von Kroatien über Slowenien und Österreich nach Deutschland. In Poreč tankte er Benzin noch für 1,67 Euro pro Liter. Auch in Slowenien kostete der Liter für ihn gleich viel.
In Österreich musste er dagegen bereits 1,96 Euro bezahlen. In Deutschland schließlich waren es 2,28 Euro pro Liter.
"Manchmal macht man sich so seine Gedanken", schreibt der Urlauber in einem Facebook-Post. Besonders auffällig: In Kroatien seien die Preise laut seiner Schilderung eine Woche lang stabil geblieben – egal, ob er morgens oder abends tankte.
Auch andere Urlauber berichten von günstigen Preisen
Unter einem weiteren Facebook-Post werden ähnliche Erfahrungen geschildert. Eine Nutzerin schreibt, sie sei gerade in Kroatien und zahle dort 1,79 Euro für Diesel und 1,56 Euro für Benzin. Die Preise seien laut ihrer Aussage bereits seit 14 Tagen stabil.
Warum der Sprit in Kroatien und Slowenien vergleichsweise günstig bleibt, hat einen konkreten Grund.
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Staat legt in Kroatien Höchstpreise fest
Kroatien reguliert die Preise für Kraftstoffe. An Tankstellen an Staats- und Kreisstraßen gilt ein staatlich festgelegter Höchstpreis. Dieser wird jeweils für eine Woche bestimmt und orientiert sich an den Preisen an der Mittelmeer-Rohölbörse.
An Autobahnraststätten können die Preise dagegen höher liegen. Zeitweise wurde in Kroatien außerdem sogar die Menge begrenzt, die Autofahrer tanken durften. Damit sollte verhindert werden, dass Menschen größere Mengen Sprit auf Vorrat kaufen.
Auch Slowenien setzt auf staatlich regulierte Preisobergrenzen.
Österreich deutlich teurer als Kroatien
Für österreichische Autofahrer ist vor allem der Blick auf die Preise entlang der Reiseroute interessant. Während der Urlauber in Kroatien und Slowenien noch 1,67 Euro pro Liter Benzin zahlte, waren es in Österreich bereits 1,96 Euro.
Auch auf dem Weg zurück Richtung Deutschland zeigt sich damit ein deutlicher Preisunterschied. Der Sprit kostet je nach Land teils erheblich mehr oder weniger – obwohl die Strecke nur wenige hundert Kilometer auseinanderliegt.
Warum Kroatien die Preise deckelt
Der Grund für die vergleichsweise stabilen Preise in Kroatien ist die staatliche Regulierung. Die Regierung legt für jeweils eine Woche einen verbindlichen Höchstpreis für Kraftstoffe an Tankstellen an Staats- und Kreisstraßen fest.
Auch Slowenien arbeitet mit staatlich regulierten Preisobergrenzen. In Österreich gibt es hingegen keinen solchen allgemeinen Spritpreisdeckel. Die Preise können sich hier stärker entsprechend der Entwicklung am Markt verändern.
Für Urlauber aus Österreich lohnt sich deshalb gerade auf längeren Fahrten ein genauer Blick auf die Tankstellenpreise. Wer den richtigen Tankstopp erwischt, kann beim Tanken spürbar sparen.