Pottwale können in kleinen Gruppen senkrecht im Wasser stehen und schlafen. Dabei zeigen ihre Köpfe Richtung Oberfläche. Fotografen konnten die ungewöhnlichen Szenen bereits mehrfach festhalten.
Das funktioniert, weil Wale anders atmen als wir. Sie müssen jeden Atemzug bewusst steuern und können deshalb nicht einfach komplett "abschalten".
Pottwale können beim Schlafen den Atem anhalten und steigen rechtzeitig wieder zur Oberfläche auf. Rund 90 Minuten können sie unter günstigen Bedingungen die Luft anhalten.
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Eine Gehirnhälfte bleibt wach
Viele Wale und Delfine haben dafür einen besonderen Trick entwickelt: den sogenannten unihemisphärischen Schlaf. Dabei schläft nur eine Gehirnhälfte, während die andere aktiv bleibt.
So können die Tiere weiter atmen und gleichzeitig ihre Umgebung im Blick behalten. Beim Großen Tümmler bleibt beispielsweise ein Auge geöffnet – das Auge auf der Seite der wachen Gehirnhälfte.
Auch Orcas machen es so
Auch Orcas und Schweinswale nutzen diese besondere Schlafstrategie. Manche Arten schwimmen dabei langsam weiter, andere treiben an der Oberfläche.
Besonders erstaunlich: Delfine können unter bestimmten Bedingungen sogar viele Tage ohne klassischen Schlaf auskommen.
Nachwuchs schläft kaum
Bei neugeborenen Walen und Delfinen ist Schlaf zunächst sogar noch komplizierter. In den ersten Lebenswochen bleiben die Jungtiere fast ständig in Bewegung – häufig gemeinsam mit der Mutter.
Das hilft ihnen, ihre Körpertemperatur zu halten und nicht zur leichten Beute für Räuber zu werden. Erst nach einigen Wochen entwickeln sie die typischen Schlafgewohnheiten der erwachsenen Tiere.